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Eine gute Untergrundvorbereitung ist für die Ebenflächigkeit des Belags mitentscheidend. Foto: PCI Augsburg

Verlegetechnik 2010-07-22T00:00:00Z Schadensfreiheit ist keine Hexerei

Verlegung - Die Verlegung großformatiger Fliesen ist im Vergleich zu Standardformaten anspruchsvoller und komplexer; sie ist jedoch kein Hexenwerk. Wenn man die materialspezifischen und verlegetechnischen Besonderheiten kennt und berücksichtigt, ist die Ausführung eines einwandfreien Belags für geschultes Fachpersonal möglich. Hans-Peter Schmied (Foto: PCI Augsburg)

Mit Großformaten lassen sich elegante Beläge mit einem geringen Fugenanteil erstellen, die zugleich großzügig wirken und hygienischen Ansprüchen entgegenkommen. Dieser geringe Fugenanteil birgt aber auch Gefahren: Unter dem Belag eventuell noch vorhandenes

Restwasser, zum Beispiel aus dem Betonkörper, Estrichen und Verlegemörteln, kann nur sehr langsam durch die wenigen vorhandenen Fugen austrocknen. Dies kann bei feuchtigkeitsempfindlichen Untergründen zu Schäden führen. Der geringe Fugenanteil ist aber noch in einer weiteren Hinsicht brisant: Über Fugen werden thermische und Schwindspannungen abgebaut. Auch diese Funktion können Fugen bei Großformaten wegen ihres geringen Flächenanteils nur eingeschränkt erfüllen. Der "entspannende" Effekt des Fugenmörtels entfällt nahezu gänzlich. Besonders problematisch ist dies im Außenbereich, wo mit großen thermischen Spannungen gerechnet werden muss.

Ausgleichen des Untergrunds vereinfacht Verlegung

Ganz wesentlich für das Gelingen der Verlegung ist bei Großformaten die Vorbereitung des Untergrunds. Seine Ebenf lächigkeit muss selbst die erhöhten Anforderungen der DIN 18202 mit einem Stichmaß von drei Millimetern pro Meter deutlich unterschreiten. Aufgrund der großen Kantenlängen und der zumeist relativ "scharfen" Kanten insbesondere bei rektifizierten Fliesen kommt es ohne eine entsprechende Feinnivellierung des Untergrunds zu Überzähnen. Deshalb müssen die Ebenflächigkeit des Untergrunds vor der Verlegung genauestens geprüft und eventuell Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. In jedem Fall ist der daraus resultierende Mehraufwand

bereits bei Ausschreibung und Angebotserstellung zu berücksichtigen. Für verschiedene Untergrundarten und Anwendungsfälle

stehen jeweils geeignete bewährte Spachtel- und Nivelliermassen zur Verfügung. Je sorgfältiger die Ausgleichsarbeiten ausgeführt werden, desto einfacher ist die Verlegung des Belags. Alternativ kann mit geeigneten Mörteln in vielen Fällen auch im Mittelbettverfahren ohne vorheriges Ausgleichen des Untergrunds gearbeitet werden.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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