Historisches Foto: 8 Personen vor einem alten, kleinen Fabrikgebäude
Die Anfänge von Mapei 1937 in der Via Cafiero in Mailand (Quelle: Mapei)

Industrie

17. February 2022 | Teilen auf:

Mapei feiert 85-jähriges Jubiläum

Sieben Mitarbeiter und ein Unternehmerehepaar – das war der Anfang von Mapei im Jahr 1937. 85 Jahre später arbeiten 11.000 Mitarbeiter für Kunden in 57 Ländern.

Rodolfo Squinzi und seine Frau Elsa gründeten 1937 ein Unternehmen für Baumaterialien am Stadtrand von Mailand: Mapei – Materiali Ausiliari Per l'Edilizia e l'Industria. 85 Jahre später schaut Mapei auf drei Generationen von Unternehmern zurück, ist in 57 Ländern mit über 20 Produktlinien vertreten, betreibt 84 Produktionsstätten und macht einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro mit rund 11.000 Mitarbeitern.

Mit Giorgio Squinzi hat das Unternehmen dann den Grundstein für die Zukunft gelegt:  Internationalisierung, Forschung und Entwicklung, Spezialisierung und Nachhaltigkeit. Giorgio Squinzi stand von 1984 bis 2019 an der Spitze des Unternehmens, unterstützt von seiner Schwester, der Juristin Laura Squinzi, und von seiner Frau Adriana, Leiterin Marketing und Kommunikation.

Für den Familienbetrieb war es wichtig, mit der Region verbunden zu sein. Deswegen ist die Förderung von Kultur und Sport ein wichtiges Thema für Mapei.

White Box Studio: Forscher tüfteln an neuen Lösungen im Entwicklungslabor in Cafiero, Mailand. (Quelle: Gianluca Vassallo)

Seit 2019 ist die Juristin Laura Squinzi Präsidentin des Verwaltungsrats, dem auch die Architektin Simona Giorgetta und die CEOs der Gruppe, Veronica und Marco Squinzi, angehören. „Wir betrachten diesen wichtigen Meilenstein in unserer Geschichte eher als einen Startschuss. Wir sind bereit, uns neuen Herausforderungen zu stellen, denn wir wissen, dass wir auf ein hochkarätiges Team zählen können“, so Veronica Squinzi. „Mapei ist ein Unternehmen, dessen Herz in Italien schlägt und dessen Blick sich auf die ganze Welt richtet. Seit unser Großvater 1976 den historischen ersten Schritt gemacht hat und die Leichtathletikbahnen für die Olympischen Spiele in Montreal gebaut hat, haben wir nie aufgehört, in neue Märkte zu investieren. Heute besitzen wir 91 Tochtergesellschaften in 57 Ländern, und wir haben nicht die Absicht, hier aufzuhören. Vor Kurzem haben wir das französische Unternehmen Resipoly übernommen und bauen derzeit fünf neue Fabriken auf der ganzen Welt, von den Vereinigten Staaten bis nach China.“

Das Bauen nachhaltiger machen

Marco Squinzi fügt hinzu: „Unser großes Engagement für Innovation und Forschung ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der gesamten Konzernstrategie. Wir sind ein Chemieunternehmen, das Produkte für die Bauindustrie herstellt. Das Ziel unserer 32 Forschungslabors ist es, innovative Produkte zu entwickeln, um das Bauen immer nachhaltiger zu machen, indem wir uns auf die Langlebigkeit und Qualität der Produkte konzentrieren. Wir sind davon überzeugt, dass die Verlängerung des Lebenszyklus bestehender Gebäude der beste Weg ist, um weniger Ressourcen zu verbrauchen und weniger Abfall zu produzieren. Wir setzen uns auch dafür ein, vermehrt Rohstoffe mit geringer Umweltbelastung oder Sekundärrohstoffe zu verwenden, um die Kreislaufwirtschaft anzukurbeln. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Verwendung gefährlicher Stoffe auf ein Minimum zu reduzieren, um nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Verarbeitenden zu schützen.“

Großprojekte mit Mapei

Bei etlichen großen Projekten und Initiativen weltweit sind Produkte und Ideen von Mapei maßgeblich beteiligt: von der Renovierung berühmter Gebäude wie dem Guggenheim-Museum in New York, dem Opernhaus La Scala in Mailand und dem Kolosseum in Rom über den Bau großer Infrastrukturen wie dem Panamakanal bis hin zur Beteiligung des Unternehmens an großen Zukunftsprojekten wie der „Arena del Futuro“, einem innovativen Projekt für umweltfreundliche Mobilität entlang der A35 Brebemi-Autobahn in Italien, das auf dynamischem induktivem Laden basiert.

Mapei: Die Geschichte

1937: Rodolfo Squinzi gründet Mapei – Materiali Ausiliari Per l'Edilizia e l'Industria. Der Firmensitz ist in der Via Cafiero in Mailand, hergestellt werden Farben und Baumaterialien. Das erste Produkt war „Silexcolor“, eine Silikatfarbe. Später folgen auch Klebstoffe und Produkte für die Verlegung von elastischen Belägen.

1976: Mapei liefert Produkte für die Verlegung der Leichtathletikbahnen für die Olympischen Spiele in Montreal und fasst so auf dem kanadischen Markt Fuß.

1984: Nach dem Tod von Rodolfo Squinzi 1984 übernimmt sein Sohn Giorgio Squinzi, Industriechemiker, die Leitung des Familienunternehmens. Er will auf allen Kontinenten Produktionsstätten in der Nähe der Kunden errichten – Mapei expandiert international.

1993 bis 2002: Mapei sponsert ein professionelles Radsportteam.

2003: Seit diesem Jahr ist Mapei Eigentümer der ersten Herrenmannschaft des Fußballclubs Sassuolo.

2008: Mapei wird zum Gründungsmitglied des Mailänder Opernhauses La Scala, das von Mapei mitsaniert wurde. Von 2016 bis 2019 war Giorgio Squinzi Mitglied des Verwaltungsrats der „Scala“.

2019: Veronica und Marco Squinzi treten die Nachfolge ihres Vaters Giorgio in der Geschäftsführung an.

zuletzt editiert am 09.03.2022