Unter dem Namen GipsBack führt Knauf ein Rücknahme-System für Gipsplattenverschnitt auf Baustellen ein.
Das gemeinsam mit der Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH (GFR) entwickelte bundesweite Rücknahmesystem für Gipsplattenabfälle bietet eine einfache und nutzerfreundliche Lösung für die Rücknahme von sortenreinen Gipsplattenabfällen.
Ziel des neuen Systems ist die unkomplizierte Rücknahme sortenreiner Gipsplattenabfälle auf der Baustelle und deren fachgerechtes Recycling. Mit der GFR hat Knauf dabei einen Partner an der Seite, der über eine langjährige Erfahrung im Bereich Rücknahme und Verwertung von Wertstoffen verfügt. GipsBack ist einfach gestaltet und bietet eine effiziente und praktische Lösung, die den Aufwand für den Fachunternehmer auf der Baustelle so gering wie möglich hält. Die Gipsplattenabfälle aus Verschnitt oder Rückbau werden sortenrein in von der GFR gelieferten Big Bags auf der Baustelle gesammelt. Dort werden sie zeitnah von der GFR abgeholt und zur fachgerechten Verwertung gebracht. Die Big Bags sind nummeriert, dadurch ist die lückenlose Rückverfolgung des Materials gewährleistet und der Fachunternehmer erhält eine Bescheinigung zur erfolgten Verwertung. Bei Großprojekten mit größeren Mengen an Gipsplattenabfällen können anstelle der Big Bags auch Container über die GFR bestellt werden.
Gips kann Ressourcen schonen
Gips ist ein multirecyclingfähiger Rohstoff, das heißt er lässt sich immer wieder in den Stoffkreislauf zurückführen und kann damit wirkungsvoll dazu beitragen, Ressourcen zu schonen. Derzeit wird noch knapp der Hälfte des in Deutschland benötigten Gipses in Form des sogenannten REA-Gips als Nebenprodukt in der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken gewonnen. Mit Beendigung der Kohleverstromung fällt diese Rohstoffquelle weg und der Gipsbedarf von deutschlandweit rund 10 Millionen Tonnen pro Jahr muss aus anderen Quellen kompensiert werden. Neben Naturgips kann dabei auch das Recycling eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn sich die fehlende Menge an Gips bei Weitem noch nicht durch Recycling decken lässt, wird Gips-Recycling als Rohstoff-Lieferant zunehmend wichtiger.
Für Knauf ist ein noch stärkerer Ausbau der Kreislaufwirtschaft beim Gips ein wesentlicher Schritt zu mehr Nachhaltigkeit sowie zur langfristigen heimischen Rohstoffsicherung. Die Einführung des Rücknahmesystems GipsBack ist für das Unternehmen dabei ein erster relevanter Schritt in diese Richtung.
