Trockenmauern - Trockenmauern dienen der Geländemodellierung, dem Sicht- und Schallschutz. Außerdem stellen sie für Kleintiere und Pflanzen ökologische Nischen zur Verfügung. Neuzeitliche Ausführungsvarianten können auch von Fliesenlegern ausgeführt werden und ihm zusätzliche Umsätze bei Terrassensanierungen bescheren. Detlev Hill (Foto: Stiegler Solnhofen)
Neben Terrassen, Treppen und Wegen sind Mauern ein wichtiger Bestandteil des Garten- und Landschaftsbaus. Sie erfüllen verschiedene Funktionen, die von der Einfriedung der Grundstücke über Modellierung des Geländes bis hin zu Lärm- und Sichtschutzabgrenzungen reichen. Neben betonierten Wänden oder Mauern, deren Steine vermörtelt sind, findet man im Außenbereich häufig auch Trockenmauern, deren Ausführung ohne Mörtel erfolgt. Derartige Mauersysteme haben eine lange Tradition. Sie prägen vielfach das regionaltypische Aussehen ganzer Landschaften, wie beispielsweise in Schottland und Irland. Die Art der Mauer wird dabei im Wesentlichen durch die regional anstehenden Gesteine bestimmt.
Friesenmauer wird aus eiszeitlichen Findlingen aufgebaut
Selbst im "natursteinarmen" Norden Deutschlands, in dem nur sehr wenige Naturwerksteinbrüche beheimatet sind, ist die Trockenmauer ein wichtiges architektonisches Gestaltungselement. Hier trifft man zum Beispiel auf die sogenannte Friesenmauer, die sich von der Westküste ausgehend mittlerweile in ganz Schleswig- Holstein etabliert hat. Natursteinlieferant für diesen Mauertyp waren keine deutschen Natursteinlagerstätten, sondern Findlinge, die im Zuge der Eiszeit von Skandinavien in den norddeutschen Raum verfrachtet wurden. Es handelt sich dabei um Hartgesteine unterschiedlicher Herkunft in allen nur erdenklichen Farben und Texturen. Die Vielfalt des Ausgangsmaterials bewirkt die Lebendigkeit dieses Mauertyps.
