Italiens Fliesenhersteller verkauften 2025 mehr und konnten die Umsätze doch nur halten. Die Entscheidungen der Europäischen Kommission zum Emissionshandel werden als entscheidend für die Zukunft der Branche gesehen.
Die italienischen Fliesenhersteller konnten im Jahr 2025 den Absatz um 2,3 Prozent auf 386,9 Millionen Quadratmeter steigern. Dies brachte eine Verbesserung der Verkäufe im Ausland um 2,8 Prozent auf 301,7 Millionen Quadratmeter und in Italien um 0,6 Prozent auf 85,2 Millionen Quadratmeter mit sich. Trotz des Mengenwachstums trat der Umsatz der Branche mit 6,041 Milliarden Euro (-0,4 Prozent) auf der Stelle: Sowohl im Export (-0,1) als auch noch etwas mehr zu Hause (-1,8).
Die Diskrepanz von Mengen und Erlösen deutet auf schwächere Durchschnittspreise hin, was der Präsident des Verbands der Italienischen Fliesenhersteller Confindustria Ceramica, Augusto Ciarrocchi, auch bestätigte. Auf dem deutschen Markt verzeichnete man im vergangenen Jahr echte Zuwächse, so Ciarrocchi. Wie es der italienischen Fliesenbranche wirklich geht, wird sich bei der Reform des Europäischen Emissionshandels erweisen, dessen Ergebnisse im kommenden Juli erwartet werden.
