Viele Handwerksbetriebe sind bereits auf Instagram aktiv – für Kundenbindung, Auftragsgewinnung oder Nachwuchssuche. Doch ein Großteil von ihnen nutzt das falsche Profilformat: das Privatprofil.
Was auf den ersten Blick unkompliziert wirkt, kann langfristig zum Problem werden – denn Instagram unterscheidet klar zwischen privaten Nutzern und gewerblichen Accounts. Wer sein Profil als Handwerksbetrieb nicht richtig einstellt, verschenkt wertvolle Funktionen – und riskiert sogar eine Sperrung.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- Warum das Businessprofil die einzige sinnvolle Wahl für Handwerksbetriebe ist,
- welche Fehler es zu vermeiden gilt und
- wie Sie Ihr Profil in drei Minuten korrekt umstellen.
Welche Profilvarianten gibt es – und was bedeuten sie?
Instagram bietet drei Kontotypen an – aber nur einer ist für Betriebe geeignet:
Privatprofil
Ideal für Familie, Freunde und Freizeit. Nicht erlaubt für gewerbliche Nutzung. Nachteile für Betriebe:
- Keine Statistiken
- Keine Werbefunktionen
- Keine Kontaktbuttons
- Risiko: Kontosperrung bei gewerblicher Nutzung
Creatorprofil
Konzipiert für Influencer, Content Creators und öffentliche Personen. Zwar gibt es hier einige Businessfunktionen, doch es fehlt unter anderem die Möglichkeit, klassische Werbeanzeigen zu schalten oder das Konto mit Unternehmensplattformen zu verknüpfen.
Businessprofil
Die einzige sinnvolle Option für Handwerksbetriebe. Vorteile:
- Zugriff auf Insights und Statistiken
- Professionelle Außenwirkung
- Werbeanzeigen schalten
- Verlinkung zu Facebook, WhatsApp, Google Business
- Kontaktbuttons (Telefon, E-Mail, Routenplaner)
Warum Sie mit einem Businessprofil ernst genommen werden
Instagram erkennt anhand Ihrer Profildaten, ob Sie ein Unternehmen sind – und erwartet auch die passende Kontoeinstellung. Ein falsch eingerichteter Account wirkt nicht nur unprofessionell, sondern kann im schlimmsten Fall deaktiviert werden.
Ein korrektes Businessprofil stärkt hingegen Ihre Seriösität, Ihre digitale Sichtbarkeit und Ihre vertrauenswürdigkeit bei Kunden und Bewerbern.
Ein Betrieb, der professionell auftritt, wird auch als solcher wahrgenommen. Besonders dann, wenn der Instagram-Algorithmus Ihre Inhalte besser ausspielen kann – und das funktioniert nur mit einem korrekt eingerichteten Unternehmensprofil.

In wenigen Schritten zum richtigen Profil
So stellen Sie Ihr Profil um:
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Öffnen Sie die Instagram-App.
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Gehen Sie auf „Profil bearbeiten“ oder in die Kontoeinstellungen.
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Klicken Sie auf „Zu professionellem Konto wechseln“.
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Wählen Sie „Business“ aus.
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Geben Sie eine passende Kategorie an (z. B. Bauunternehmen, Elektriker, Dienstleistung).
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Ergänzen Sie Ihre Kontaktinformationen (E-Mail, Telefon, Adresse).
Häufige Fragen zur Umstellung
Nein – nicht, wenn Sie Instagram geschäftlich nutzen. Das widerspricht den Instagram-Richtlinien.
Nichts. Die Nutzung ist komplett kostenlos – nur Werbeanzeigen kosten bei Bedarf extra.
Keine Sorge – Inhalte und Follower bleiben erhalten. Nur die Funktionen werden erweitert.
Extra-Tipp: Achten Sie auf den Feinschliff
Mit der Umstellung allein ist es nicht getan. Ihr Businessprofil sollte jetzt auch klar, informativ und einheitlich gestaltet sein – vom Steckbrief bis zur Kategorie. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur optimierten Bio finden Sie im vorherigen Beitrag („Mehr Bewerbungen durch den richtigen Steckbrief“).
Fazit
Ein Instagram-Profil ist heute mehr als eine Spielerei – es ist Ihre digitale Visitenkarte. Und wie bei jeder Visitenkarte zählt auch hier der erste Eindruck.
Nutzen Sie ein Businessprofil, um
- professionell aufzutreten,
- Reichweite und Vertrauen aufzubauen und
- Instagram als echten Geschäftskanal zu etablieren.
Die Umstellung ist einfach – der Effekt dafür umso größer.
Social Media – Tipps & Tricks
Dieser Beitrag ist Teil unserer neuen Serie, die uns von MeistX zur Verfügung gestellt wird. MeistX ist die Handwerker-Community von Mohamad Chouchi, die Handwerksmeister:innen und Unternehmer:innen mit Experten-Tipps, Strategien, Checklisten und Netzwerken dabei unterstützt, Mitarbeiter zu finden und Kunden zu gewinnen.