Der Fliesenhersteller aus dem gleichnamigen Ort in Mecklenburg-Vorpommern hat Insolvenz angemeldet.
Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Marc Odebrecht. Wegen der gestiegenen Energiekosten und gesunkenen Absätze hatte das Unternehmen bereits im Mai seine Produktion eingestellt. Die rund 170 Mitarbeiter bekommen noch bis Ende August ihren Lohn. Auch der Fliesenverkauf läuft weiter.
Im Jahr 2021 hatte Boizenburg eine neue Produktionsgesellschaft für keramische Terrasssenplatten gegründet und rund zehn Millionen Euro in das Projekt investiert.
Nach vier Jahren Zusammenarbeit als Keramische Partnerschaft Boizenburg hatte das Unternehmen 2020 den internationalen Großhändler t.trading integriert und firmierte seitdem als Boizenburg Fliesen GmbH.
Von 2008 bis 2012 war das Boizenburger Fliesenwerk schon einmal insolvent und im Rahmen einer übertragenden Sanierung verkauft worden.
