Bodengleiche Duschen - Spezielle Ablaufsysteme ermöglichen den Einbau von Bodenabläufen oder Duschrinnen auch bei niedrigen Aufbauhöhen. Eine genaue Planung, sorgfältige Koordination und die Verwendung geprüfter Ablaufsysteme ergeben zusammen mit einer Verbundabdichtung eine qualitativ hochwertige Ausführung. Wolfgang Jenke und Jens Göke (Foto: Dallmer)
Die bodengleiche Dusche zählt mittlerweile zu den wichtigen Kundenwünschen in der Badmodernisierung. In vielen Fällen sind jedoch die Möglichkeiten durch die verfügbare Aufbauhöhe begrenzt. Mittlerweile werden eine Reihe von Bodenabläufen und Duschrinnen angeboten, die speziell für diese Bausituation entwickelt wurden und auch bei einer Aufbauhöhe von weniger als zehn Zentimetern funktionieren, zum Beispiel von Dallmer der Bodenablauf "KerdiPlan", die Duschrinnen "CeraLine" und der Badablauf "SimpliPrimus" mit einer Bauhöhe von 69 Millimetern. Die Umsetzung setzt jedoch eine gründliche Planung und sorgfältig koordinierte Ausführung voraus.
Bodenablauf benötigt Anschlussmöglichkeit
Entwässerung und Abdichtung sind die beiden wichtigsten Schlagworte, wenn es um die Planung und Ausführung bodengleicher Duschen geht. Für die Abdichtung von feuchtigkeitsbeanspruchten Bauteilen mit Oberflächen aus Fliesen und Platten hat sich in der Praxis die Verbundabdichtung durchgesetzt. Sie wird an den Dichtflansch des Ablaufkörpers angeschlossen. Für den Anschluss an Verbundabdichtungen sollten bevorzugt Bodenabläufe und Duschrinnen mit Klebeflansch eingesetzt werden. Abläufe mit Los- und Festflansch sind ebenfalls verwendbar, jedoch wie zum Beispiel Abläufe mit Klemmflansch eher für die Aufnahme von Abdichtungen gegen nicht drückendes Wasser gemäß DIN 18195-5 [1] vorgesehen. An den Klebeflansch des Ablaufsystems schließt der verantwortliche Handwerker zunächst einen Träger aus Gewebematerial, Vlies oder Folie an. Zum einen entsteht dadurch eine ausreichend große Fläche für die zuverlässige Verbindung von Abdichtung und Klebeflansch. Zusätzlich schützt diese Maßnahme vor Rissen am Übergang vom Anschlussrand des Ablaufkörpers zur Abdichtung und nimmt Bauteilbewegungen auf.
