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Keramikfliesen in Fischgrätmuster zieren die Böden der Suiten im JW Marriott Resort & Spa in Venedig. (Alle Fotos: Daniele Domenicali JW Marriot Venice)

Objekt + Design

21. July 2020 | Teilen auf:

Zeitloser Luxus auf historischem Boden

In Sichtweite Venedigs entstand auf der „Roseninsel“ in historischer Bausubstanz das JW Marriott Resort & Spa nach den Plänen des Mailänder Architekturbüros Matteo Thun & Partners + Luca Colombo. Der Umbau schuf einen Ort der Entspannung in Harmonie mit Blick auf den Markusplatz. (Foto: Daniele Domenicali JW Marriot Venice)

Die künstlich angelegte Roseninsel gibt es seit 1870. Im Laufe ihrer Geschichte hatte sie verschiedene Funktionen: Gleich zu Anfang diente sie als Depot für Petroleum. Etwas später wurden einige der Hallen zu einem Krankenhaus für die Behandlung von ansteckenden Krankheiten ausgestattet. Die Nutzung der Insel als Heilstätte erwies sich als so zweckmäßig, dass bis 1937 zwei weitere Krankenhäuser nebst Versorgungs- und Wirtschaftsbauten sowie Unterhaltungsräumlichkeiten errichtet und auch ein Park angelegt wurde. Im Jahr 2015 – die Krankenhäuser hatten Ende der 70er ihren Betrieb eingestellt – übernahm die Marriott-Gruppe die Liegenschaft in der venezianischen Lagune.

Durchdacht bis ins Detail

Das italienische Architekturbüro verwandelte die „Isola delle Rose“ – die Roseninsel – bei Sacca Sessola in einer Ort der Entspannung, dessen Ausstattung bis ins Detail durchdacht wurde und dem Resort auf diese Weise eine hochwertige und komfortable Ausstrahlung verleiht.

Dies schließt die Bodenverkleidungen in den verschiedenen Räumlichkeiten mit ein, die teilweise aus dem historischen Bestand übernommen wurden, wie zum Beispiel die Parkettbeläge in der alten Mitarbeiterkantine „Dopolavoro“, oder komplett erneuert wurden, wie die keramische Fliesenverkleidung in den Suiten der Maisonette-Gebäude.

Die hier verlegten Fliesen kommen von dem italienischen Hersteller Casalgrande Padana. Bei den Produkten handelt es sich um die Kollektion „Architecture“ in den beiden Farben „Warm Grey“ und „White“ sowie das Programm „Unicolore“ in den Ausführungen „Acquamarina“ und „Rosa Antico“, jeweils im Format 10 x 60 Zentimeter. Die Keramikfliesen wurden in einem Fischgrätmuster in einem Winkel von 90 Grad angeordnet. Die Verkleidung erinnert im verlegten Zustand an raffiniert gewebte, textile Teppichbeläge. Die Fliesen fügen sich in die hochwertige Innenausstattung der Maisonette-Räume ein und verdeutlichen einmal mehr die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und das kreative Potenzial keramischer Verkleidungen.

Außen Geschichte, innen Luxusresort

Die Ausführungen des Masterplans erfolgte unter respektvoller Beachtung der historischen Bausubstanz, deren Fassaden und Baukörper erhalten blieben, während die Innenräume durch Veränderungen und Eingriffe den Anforderungen eines hochklassigen Resort-Betriebes angepasst wurden.

Die luxuriöse Liegenschaft gliedert sich in ein Hauptgebäude mit Hotel, ein Kongress-Zentrum und die „Residenza“ mit Jugendstil-Fassade, in der ehemals der Direktor der Krankenhäuser wohnte. In die ehemalige Mitarbeiterkantine zog das elegante Restaurant „Fiola“ („Geschlossenes Schuhwerk, keine Sandalen, keine Shorts“) ein. Das Hauptgebäude, im dem einst das Krankenhaus „San Marco“ untergebracht war, beherbergt jetzt 230 Suiten in einem zeitgenössischen venezianischen Einrichtungsstil. Durch den Umbau der davor liegenden Terrassen samt Infinity-Pool und eines Panorama-Restaurants wurde der Blick über die Lagune auf den Markusplatz freigegeben. Zu dem Hotelkomplex gehört auch ein Landeplatz für Hubschrauber. Die Anreise wird in der Regel jedoch mit einem Boot erfolgen.

Das mehrfach ausgezeichnete Projekt wurde anlässlich des 11. Grand Prix Architekturwettbewerbs des Herstellers Casalgrande Padana in der Kategorie „Öffentliche Gebäude“ auch mit einer „Besonderen Erwähnung“ gewürdigt.

www.casalgrandepadana.it
www.jwvenice.com
www.matteothun.com



Luxus in Venedig: Das JW Marriott Resort & Spa


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