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Der ZDB präsentiert die Bilanz für das erste Halbjahr 2013. (Foto: ZDB)

2013-09-03T00:00:00Z ZDB: Umsatz im ersten Halbjahr um 5 Prozent eingebrochen

Die Witterung hat das Baugeschehen in Deutschland in diesem Jahr nicht begünstigt. Einer bis in den April anhaltenden ausgeprägten Frostperiode folgte ein verregneter Frühsommer. Der Umsatz liegt daher per Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent zurück. (Foto: ZDB)

Die Auftragslage hat sich laut dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe jedoch in allen Sparten im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um fast 5 Prozent verbessert und weist ein hohes Produktionspotenzial auf.

Wohnungsbau solide

Im Wohnungsbau ist weiter eine solide Auftragslage zu verzeichnen. Nach deutlichen Zuwächsen im April (+5,3 Prozent) und Mai (+8,4 Prozent) bestätigt auch der Juni (+11,5 Prozent) eine anhaltend hohe Nachfrage (kumulativ Jan.-Jun.: +4,2 Prozent). Der Blick auf die Baugenehmigungen im Wohnungsneubau zeigt, dass besonders starke Impulse weiterhin vom Mehrfamilienhausbau kommen. Hier wurden im ersten Halbjahr über 52.400 Wohnungen genehmigt, das waren gut 9.350 mehr als im Vorjahr (+21,7 Prozent). Ballungsräume als Zuzugsgebiete dürften hier die Zugpferde sein. Im Ein-und Zweifamilienhausbau wird das Vorjahresergebnis mit knapp 55.000 Wohneinheiten noch gut gehalten (+3,6 Prozent). Der Umsatz erreicht per Juni rund 13,3 Milliarden Euro und liegt damit um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben positiv, weil neben den Frühindikatoren auch die Rahmenbedingungen (Arbeitsmarkt, Hypothekenzinsen) günstig bleiben. 

Wirtschaftsbau schwächer

Wie bereits in den Vormonaten kamen die Umsätze im Wirtschaftsbau im Juni nicht auf das Vorjahresniveau. Mit 13,7 Milliarden Euro wurden fast 800 Millionen Euro weniger in Rechnung gestellt als im Vorjahr (-5,3 Prozent). Dabei erreichen weder der Hochbau (-4,6 Prozent) noch der Tiefbau (-6,6 Prozent) annähernd das Vorjahresniveau. Das zu Jahresbeginn schwache Konjunkturumfeld hat sich hier niedergeschlagen. Die Frühindikatoren zeigen im Wirtschaftshochbau ein zwiespältiges Bild: Zwar steigen die Auftragseingänge, was die von Forschungsinstituten erwartete Überwindung der Investitionszurückhaltung zu bestätigen scheint. Andererseits zeigen die Baugenehmigungen für die für den Wirtschaftshochbau typischen Gebäudetypen einen anhaltenden Rückstand zum Vorjahr auf: Fabrik- und Werkstattgebäude liegen um zum Beispiel fast 20 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Insgesamt liegen die Auftragseingänge um 5 Prozent niedriger als im Vorjahr. 

Öffentlicher Bau mit positivem Trend

Wie im Vormonat verlief die Umsatzentwicklung im Juni im öffentlichen Bau am besten. Mit gut +1 Prozent (im Hoch- wie auch im Tiefbau) setzt sich hier der positive Trend fort. Während zum Ende des ersten Quartals witterungsbedingt kumulativ noch ein Rückstand von 15,4 Prozent bestand, beträgt dieser jetzt noch knapp 6 Prozent. Dieser Rückstand rührt aus dem ersten Quartal. Mit 9,7 Milliarden Euro fehlen zum Vorjahresniveau noch rund 0,6 Milliarden Euro. Dass die Talsohle im öffentlichen Hochbau durchschritten ist, zeigen besonders deutlich die Baugenehmigungen mit einem kumulativen Plus von nahe 35 Prozent. Auch die Order der öffentlichen Hand haben im Hochbau im zweiten Quartal mit fast +17 Prozent deutlich zugelegt (kumuliert +3 Prozent).

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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