Die Stimmung steigt weiter: Schon zum dritten Mal in Folge schätzen die Unternehmen im Bauhauptgewerbe ihre Geschäftslage besser ein als im Vorjahr. Auch die kurzfristigen Erwartungen sind positiv. Das hat nun die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) ergeben. (Foto: ZDB)
Im Jahr 2010 waren die Unternehmen der Baubranche bis Mitte März witterungsbedingt an der Bauausführung gehindert. Anders in diesem Jahr. Im ersten Quartal 2011 gab es deutlich weniger witterungsbedingte Ausfälle. Entsprechend positiv zeichnete sich das Stimmungsbild ab, als der ZDB die Konjunkturumfrage unter seinen Mitgliedsbetrieben für März 2011 auswertete.
Zuwächse im Wirtschaftsbau
Betriebe aller Bausparten schätzten die Geschäftslage im März besser ein als im Februar. Erkennbare Zuwächse verzeichnet der Wirtschaftsbau, aber auch im Wohnungsbau und öffentlichen Bau wird die Lage allmählich wieder besser beurteilt, schriebt der ZDB.
Die Nachfrage nach Bauleistungen hat im Vormonatsvergleich im Wohnungsbau und Gewerbebau angezogen. Im öffentlichen Bau sind sichtbare Impulse aus einem Nachlauf aus den Konjunkturprogrammen bisher ausgeblieben, die Nachfrage wird nur auf dem Vormonatsniveau eingeschätzt. Die Bautätigkeit hat im Einklang mit der Lagebeurteilung und Ordertätigkeit deutlich zugenommen, zuvorderst beim Wohnungsbau.
Auftragsbestände sind gestiegen
Die Auftragsbestände sind im Hochbau in den alten Ländern um 0,2 Monate auf 2,4 Monate und in den neuen Ländern um etwa einen halben Monat auf 3 Monate gestiegen. Auch im Bereich Tiefbau sind in den neuen Ländern die Zuwächse mit einem halben Monat höher ausgefallen als in den alten Ländern. In den alten Ländern beträgt die Reichweite der Bestände knapp zwei Monate, in den neuen Ländern 2,5 Monate.
Die kurzfristigen Erwartungen für die nächsten drei Monate zur Geschäfts- und Auftragsentwicklung sind in Ost und West aufwärts gerichtet. Auch für die Preisentwicklung geht eine zunehmende Anzahl von Unternehmen von umsetzbaren Preissteigerungen aus. Dies ist angesichts deutlich wachsender Einkaufspreise für Material und zu erwartender höherer Lohnkosten auch notwendig, schreibt der ZDB.
Zahlungsverzögerungen und Facharbeitermangel
Ersatzbeschaffungen prägen das Bild bei der Investitionstätigkeit. Meldungen zu Rationalisierungsinvestitionen haben weiter leicht zugenommen. Zahlungsverzögerungen werden als häufigster Grund für Baubehinderungen angeführt. Meldungen hierzu haben mit gestiegener Produktion wieder zugenommen. Aber auch der Facharbeitermangel wird zunehmend ein Problem, schreibt der ZDB abschließend.
