Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zeigt, dass die Mitgliedsbetriebe die Geschäftslage auch im Juni im Wohnungsbau am besten beurteilen. Insgesamt bleibt die Einschätzung im gewerblichen Bereich ebenfalls positiv. Unbefriedigend bleibt dagegen die Lage im öffentlichen Bau. (Foto: ZDB)
Nach den Daten des ZDB bleibt die Bautätigkeit im Wohnungs- und im Wirtschaftsbau belebt. Laut der Umfrage unter seinen Mitgliedsbetrieben für Juni 2011 hält die Ordertätigkeit im Wohnungsbau das hohe Niveau der Vormonate, während der Wirtschaftsbau weiter von der positiven konjunkturellen Entwicklung profitieren kann: Die Betriebe berichten in diesem Bereich sogar von steigender Nachfrage. Im öffentlichen Bau hingegen fehlen laut ZDB neue Impulse, so dass die Bautätigkeit auf dem niedrigen Vormonatsniveau und der öffentliche Bau damit das Sorgenkind der Branche bleibt.
Optimistischer Ausblick
Doch die Betriebe schauen zunehmend optimistisch in die Zukunft: Die Erwartungen an die Geschäfts- und Auftragsentwicklung sind tendenziell weiter positiv. Rückläufige Entwicklungen werden laut ZDB nicht prognostiziert. Aber auch für die Preisentwicklungen erwarten immer mehr Unternehmen eine ansteigende Tendenz. Dabei spiegelt sich der gestiegene Kostendruck bei den Einkaufspreisen für Material und den seit Mai gestiegenen Löhnen wider, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Beschäftigung bewerten die befragten Unternehmen als saisontypisch gestiegen. Bei der Investitionstätigkeit prägen Ersatzbeschaffungen das Bild. Auch die Meldungen zu Rationalisierungs-Investitionen nehmen zu. Ein gewichtiger Grund für Baubehinderungen bleibt in Ost und West der Facharbeitermangel. Als Hauptgrund für Baubehinderungen hat der ZDB in seiner aktuellen Umfrage allerdings Zahlungsverzögerungen ermittelt.
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