Zum Jahresbeginn hat die Witterung das Arbeiten auf den Baustellen das dritte Jahr in Folge zugelassen. Die gute Auftragssituation bei den Bauunternehmen wird insbesondere von der Nachfrage im Wohnungsbau getragen. Dies hat der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) in seiner monatlichen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen für Februar 2016 ermittelt. (Bild: ZDB)
Die befragten Bauunternehmen stuften die Geschäftslage überwiegend als gut bis befriedigend ein. Dabei wurde – saisontypisch – die geschäftliche Lage im Hochbau besser eingeschätzt als im Tiefbau, führt der ZDB an. Aus den Ergebnissen der Umfrage geht demnach hervor, dass die Nachfrage im Wohnungsbau, wie bereits in den Monaten zuvor, das hohe Niveau weiter hält. Die Auftragsbestände wurden im Tiefbau mit knapp zwei Monaten angegeben. Im Vorjahr waren es 1,7 Monate. Im Hochbau meldeten die Befragten rund 2,5 Monate - einen halben Monat mehr als im Vorjahr.
Die Geräteauslastung liegt dem ZDB zufolge im Hochbau bei gut 60 Prozent, um drei Prozentpunkte oberhalb des Vorjahresmonats. Die Erwartungen zur Baupreisentwicklung bleiben sehr verhalten, stellt der Verband fest. Ganz überwiegend werde mit einem unveränderten Niveau gerechnet.
Die Unternehmen meldeten Investitionsbereitschaft, überwiegend Ersatzbeschaffungen. Ein anhaltendes Problem scheint laut Ergebnissen der Umfrage auch in 2016 der Fachkräftemangel zu bleiben.
„Die niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit zehn Jahren hat sich natürlich positiv für die Baubranche ausgewirkt. Aber die positiven Zahlen und Erwartungen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ertragslage der Bauunternehmen nach wie vor wenig auskömmlich ist. Der starke Wettbewerb drückt auf die Baupreise; von einer Überhitzung des Baumarktes sind wir daher weit entfernt.“ So kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes die aktuellen Umfragewerte.
