Die Würth-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 10,2 Milliarden Euro gemacht. Das entspricht einem Minus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt sind es – 2,6 Prozent.
„Unsere Umsatzentwicklung ist weiterhin stark von der konjunkturellen Situation beeinflusst, das ist insbesondere in den produzierenden Bereichen, die beispielsweise die Automobilindustrie beliefern, spürbar. Erfreulich hingegen ist, dass sich die Würth-Linie Handwerk stabil entwickelt – trotz eines sehr schwierigen Marktumfeldes”, kommentiert Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe. Der Konzern halte an seiner antizyklischen Strategie fest – also investieren, wenn andere zurückfahren: “Wir bauen unsere Vertriebsaktivitäten über alle Kanäle wie Außendienst, Niederlassungen, E-Business hinweg weiter aus, investieren in den Bereich IT und treiben die Digitalisierung voran.”
Der Konzern hat in den vergangenen zwölf Monaten über 300 Arbeitsplätze im Bereich Digitalisierung und IT geschaffen. Aktuell zählt die Würth-Gruppe weltweit 88.616 Mitarbeiter:innen, davon 44.437 im Vertrieb. Durch Akquisitionen sind rund 1.200 Mitarbeiter:innen hinzugekommen.
Deutsche Gesellschaften mit vier Milliarden Euro Umsatz
Der Umsatz der deutschen Gesellschaften der Würth-Gruppe liegt bei 4 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 4,2 Milliarden Euro. Die Gesellschaften im Ausland verzeichnen einen leichten Umsatzrückgang von 1,8 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr. Eine positive Entwicklung innerhalb des Kerngeschäfts von Würth konnte die Division Auto mit einem Wachstum von 4,2 Prozent erzielen.
Bedingt durch den Umsatzrückgang der Würth-Gruppe liegt das Betriebsergebnis mit 525 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum (2023: 680 Millionen Euro). Die Würth-Gruppe sei weiterhin finanziell solide aufgestellt, so der Konzern. Im Juni 2024 bestätigte S&P Global Ratings erneut das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable.
„Die Würth-Gruppe hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie große Herausforderungen meistern kann. Wir sind regional breit aufgestellt und haben in unseren diversifizierten Geschäftsbereichen funktionierende Geschäftsmodelle, in die wir konsequent investieren. Wir halten trotz der schwierigen konjunkturellen Situation an unserer Strategie fest“, sagt Friedmann.
Sofern die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Situation stabil bleibt, geht der Konzern in diesem Jahr von einem vergleichbaren Umsatzniveau wie 2023 sowie einem Rückgang beim Betriebsergebnis aus.
