Die WM der Berufe vom 2.-7. Juli in Leipzig wird wohl die größte ihrer Art: Nach letztem Stand sind für die WorldSkills Leipzig 2013 rund 1050 Teilnehmer registriert, etwa zwölf Prozent mehr als bei der letzten WM. (Foto: WorldSkills Leipzig 2013)
Der Flächenbedarf für die Wettbewerbs-Werkstätten bei der WM der Berufe in Deutschland ist sogar um 23 Prozent gestiegen. Die größten Nationalmannschaften entsenden Frankreich (46 Teilnehmer), Brasilien und Japan (jeweils 45), Taiwan (44) sowie Deutschland und Finnland (je 43).
"Die WorldSkills Leipzig 2013 werden voraussichtlich das größte WorldSkills-Ereignis in der Geschichte des Wettbewerbs", sagt David Hoey, Geschäftsführer von WorldSkills International. "Die richtige Planung ist essentiell, um das Event einen Erfolg für alle zu machen, die sich engagieren: Teilnehmer, Experten, Werkstattleiter, Partner, Sponsoren und Besucher."
Erfolgreiche Fliesenleger

WorldSkills-Wettbewerbe finden alle zwei Jahre statt. Zuletzt gewann der deutsche Fliesenleger Johannes Fleischmann 2011 in London die Silbermedaille, 2009 gewann Georg Leicht in Calgary Bronze. Der deutsche Teilnehmer für die Fliesenleger bei der kommenden WM steht jetzt fest: Es ist der Europamaister Björn Bohmfalk. Er setzte sich im Trainingslager während der internationalen Handwerksmesse in München gegen den amtierenden Deutschen Meister Felix Kranz durch. Das nächste Trainingslager findet während der Handwerkertage bei der Firma Karl Dahm in Seebruck am Chiemsee statt.
Das Spektrum der 46 verschiedenen Disziplinen bei der WM der Berufe reicht von handwerklichen Berufen über gewerblich-technische Tätigkeiten bis hin zu Berufsbildern aus dem Dienstleistungsbereich. Teilnehmen können junge Fachkräfte bis zum Alter von 22 Jahren. Schirmherrin der Großveranstaltung auf dem Gelände der Leipziger Messe ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Aufgaben
Bei der Vorbereitungswoche für die WorldSkills Leipzig 2013 stimmten sich Mitte Januar rund 300 Delegierte und Experten aus der ganzen Welt in Leipzig die Aufgaben für die Teilnehmer ab. So werden die Fliesenleger unter anderem eine Wand mit den Umrissen der Bundesrepublik Deutschland in Schwarz-Rot-Gelb befliesen, die Maurer nach präzisen Vorgaben Modelle des Brandenburger Tors bauen oder die Metallbauer ein komplexes Maschinengehäuse fertigen.
"In den letzten Jahren ist der Standard der Projekte stark nach oben gegangen", sagt Stefan Praschl, der stellvertretende Vorsitzende des technischen Komitees von WorldSkills International. "Schwierig ist, dass in anderen Kontinenten mit anderen Materialien gearbeitet wird. Und da muss man Kompromisse finden." Um allen Wettkämpfern gleiche Voraussetzungen zu ermöglichen, wurden umfangreiche Material-Proben versandt.
Präzision, Kreativität und Transferleistung
Der Inhalt der Wettbewerbs-Projekte wird den Teilnehmern im Vorfeld zum Training bekannt gemacht, zum Wettbewerb im Juli aber um bis zu 30 Prozent verändert, um neben Präzision auch Kreativität und Transferleistung abzufordern. Die Teilnehmer haben an vier Tagen maximal 22 Stunden Zeit, die Aufgaben umzusetzen. Ein Team von Experten bewertet dabei die Ausführung und legt nach einem ausgefeilten Punktesystem die Gewinner fest.
Generalprobe
Hubert Romer, Geschäftsführer der WorldSkills Leipzig 2013 zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitungswoche: "Natürlich hat der Wettbewerb noch einmal eine völlig andere Dimension. Trotzdem waren die letzten Tage für uns als Organisationskomitee die Generalprobe und der letzte große Meilenstein vor dem großen Event im Juli."
Die WorldSkills Leipzig 2013 werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie vom Europäischen Sozialfonds gefördert und aus Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt.