Laptop mit Startseite von Knauf
Am 20. März 2024 hat sich die digitale Welt von Knauf grundlegend verändert: Seitdem bündelt das Unternehmen seine Informationen und Services unternehmensübergreifend unter der neuen Domain knauf.com. (Quelle: Knauf)

Industrie 2024-04-15T06:00:00Z „Wir befolgen sämtliche Sanktionen der EU“

Knauf sieht sich durch eine Berichterstattung des ARD-Politikmagazins Monitor vom 4.4. und entsprechende Ankündigungen vorab in der ARD Tagesschau aktuell Vorwürfen zu seinem Russland-Geschäft ausgesetzt. „Aus unserer Sicht zeichnet der Beitrag ein falsches Bild unseres Unternehmens. Dies möchten wir gerne mit der folgenden Stellungnahme klarstellen", heißt es nun von Firmenseite.

Das international tätige Familienunternehmen versorge weltweit vor Ort Menschen mit nachhaltigen Baustoffen. Diese werden insbesondere zur Errichtung und Sanierung von dringend benötigtem und bezahlbarem Wohnraum eingesetzt. „Zudem sind unsere umweltgerechten Dämmstoffe ein zentraler Baustein zur Reduktion von CO2-Emissionen von Gebäuden und damit ein unerlässliches Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel“, so Knauf weiter. „Wir verurteilen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und unterstützen und befolgen sämtliche Sanktionen der EU, von Großbritannien und den USA gegen Russland. Unmittelbar nach Kriegsbeginn hat die Knauf Gruppe Neuinvestitionen in Russland gestoppt.“

In den vergangenen 30 Jahren habe Knauf 14 Produktionsstätten in Russland erworben beziehungsweise aufgebaut und stehe in der Verantwortung für seine 4.000 Mitarbeiter: „Wir haben uns bis auf Weiteres für den Verbleib im russischen Markt entschieden, denn wir möchten insbesondere in der gegenwärtigen schwierigen Situation unserer Verantwortung als Familienunternehmen gerecht werden und unsere langjährigen Beschäftigten nicht in die berufliche Unsicherheit entlassen.“ 

„Wir weisen den Vorwurf, das nicht zu tun, aufs Schärfste zurück. Der TV-Beitrag legt nahe, es würden Baustoffe aus der EU nach Russland importiert. Das ist definitiv nicht der Fall.“

Aus der Knauf-Stellungnahme

Rohstoffgewinnung, Produktion und Verkauf finden lokal statt, die Mitarbeiter fertigen mit lokaler Wertschöpfung aus regionalen Rohstoffen ausschließlich für den russischen Markt. 

Zu den Vorwürfen von Monitor 

Knauf verhalte sich jederzeit gesetzes- und sanktionskonform. „Wir weisen den Vorwurf, das nicht zu tun, aufs Schärfste zurück. Der TV-Beitrag legt nahe, es würden Baustoffe aus der EU nach Russland importiert. Das ist definitiv nicht der Fall. Knauf liefert aus der EU weder nach Russland noch nach Mariupol. Seit Februar 2022 werden bei Knauf keine Waren mehr aus Russland exportiert beziehungsweise nach Russland importiert.  

Uns ist wichtig zu betonen: Knauf produziert Baustoffe und ist nicht als ausführender Bauherr oder Investor an Bauvorhaben beteiligt. Knauf unterhält keine direkten Lieferverträge zu Verbrauchern oder Verarbeitern von Knauf-Produkten in Russland. Unsere Produkte gelangen dort über viele verschiedene, von Knauf unabhängige Händler zu den Endkunden. Wir haben keinen Einfluss darauf, wie und wo die Endkunden unsere Produkte verwenden.“  

Zum Engagement in der Ukraine 

Das Unternehmen hat zu Kriegsbeginn umgehend alle Mitarbeiter seines größten Werks in Soledar im Donbass in Sicherheit gebracht, die Umzüge für rund 200 Familien von Bakhmut nach Kiew organisiert und ihnen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt. Das Werk Soledar, in das Knauf rund 200 Millionen Euro investiert hat, wurde im Laufe der Kriegshandlungen vollständig zerstört. „Nach der Zerstörung von Soledar haben wir unverzüglich wieder in der Ukraine investiert und eine bereits stillgelegte Anlage in Kiew in Betrieb genommen und erweitert, um den 450 Mitarbeitern eine Existenzgrundlage zu bieten und die lokale Versorgung mit Baustoffen zu sichern. Wir haben laufend in den Schutz von Mitarbeitern und Werken investiert“, erklärt der Hersteller von Baustoffen, der nicht nur seine Mitarbeiter und deren Familien mit Nahrungsmitteln, Kochern und Notstromaggregaten unterstütze, sondern über verschiedene Organisationen und Projekte soziale und karitative Hilfe leiste, zum Beispiel mit der Lieferung von Lebensmitteln und dringend benötigten Hilfsgütern.  Derzeit werde zudem die Errichtung eines neuen Werkes im Westen der Ukraine geplant.

zuletzt editiert am 17. April 2024
Newsletter