Betrieb 2026-09-25T00:00:00Z Wie Inklusion im Arbeitsalltag gelingt

Wer Menschen mit Beeinträchtigungen im Team hat, sollte wissen, wo sie Unterstützung brauchen und welche Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Arbeiten ermöglichen.

Damit Menschen mit Beeinträchtigungen erfolgreich am Arbeitsleben teilhaben können, braucht es mehr als gute Absichten: Entscheidend sind passende Strukturen, offene Kommunikation und Führungskräfte, die Inklusion als Teil einer guten Arbeitskultur verstehen. Die Titelgeschichte der neuen Ausgabe des Führungskräftemagazins Top Eins der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigt, welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind und welche Rolle Vorgesetzte dabei übernehmen.

„Führungskräfte müssen Inklusion aktiv vorleben und verankern", sagt Dirk Lauterbach, Leiter der Geschäftsstelle Disability Management der DGUV Akademie. Dazu gehöre auch, offen mit Unsicherheiten umzugehen. „Das erleichtert es, Fehler schnell zu korrigieren." Um ihrer Verantwortung gerecht werden zu können, sollten Führungskräfte zudem Unterstützung erhalten, etwa durch Weiterbildungen, Beratung und Informationen zu Fördermöglichkeiten.

Unterstützung suchen, Beratung nutzen

Die erste Frage lautet: Gibt es interne Ansprechstellen, die unterstützen können? Dazu gehören beispielsweise Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Ebenso sinnvoll ist der Austausch mit der Personalabteilung oder dem Betriebsrat. Vielleicht ist auch schon eine Schwerbehindertenvertretung im Unternehmen aktiv? Zudem beraten die zuständigen Unfallkassen, die einheitlichen Ansprechstellen sowie Integrations- und Inklusionsämter Führungskräfte bei Inklusionsprozessen.

Individuelle Bedarfe berücksichtigen

Menschen mit Beeinträchtigungen bringen unterschiedliche Voraussetzungen und Unterstützungsbedarfe mit. So gelten beispielsweise für die Kommunikation mit einem hörbeeinträchtigten Menschen andere Regeln als für Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen. Betroffenenverbände bieten hier spezifische Empfehlungen. Führungskräfte sollten in jedem Fall das Gespräch suchen und gemeinsam klären, welche Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Arbeiten ermöglichen. „Am wichtigsten ist es, mit der Person direkt zu sprechen und nicht über die Begleitperson oder Kolleginnen und Kollegen zu kommunizieren, alles andere ist respektlos", erklärt Lauterbach. Wie Führungskräfte darüber hinaus konkret die Teilhabe fördern und inklusive Arbeitsbedingungen schaffen können, zeigt der Beitrag in der neuen Ausgabe von Top Eins.

zuletzt editiert am 23. September 2026
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