Weber Der Baustoffhersteller Saint-Gobain Weber hat auf seinem Fachpressetag Ende April 2022 neben Produkten auch seine Ambitionen in Sachen Nachhaltigkeit präsentiert.
Auf den Weg machen sich die Verantwortlichen mit einer Strategie, die sich auf drei Bereiche konzentriert: der Reduktion von CO2, der Schaffung von Rohstoffkreisläufen und nicht zuletzt dem Schutz der Biodiversität.
Reduzierung von CO2-Emissionen
Bis 2045 will man bei Weber, so sieht der Plan es vor, klimaneutral produzieren. Der Saint-Gobain Mutterkonzern mit 167.000 Mitarbeitenden und über 450 Produktionsstandorten weltweit strebt dieses Ziel bis 2050 an. Dafür hat Weber einen Zeitplan mit Meilensteinen erstellt. Im ersten Schritt sollen die CO2-Emissionen bis 2030 um 20 Prozent reduziert werden, gemessen am Ausstoß des Referenzjahrs 2017. Dabei befindet sich das Unternehmen auf einem guten Weg und hat seinen CO2-Fußabdruck bereits um 10.000 Tonnen pro Jahr verringert. Um dies zu realisieren, hat Weber Maßnahmen in verschiedenen Bereichen umgesetzt, wie etwa Rezepturumstellungen, um CO2-intensive Rohstoffe durch Alternativen zu ersetzen. Aber auch Produktions- und Lieferprozesse werden umfassend durchleuchtet.
Zum Teil erfolgten die Rezepturanpassungen bereits vor Jahren. So hatte man bei Weber mit den „Blue Comfort“-Produkten das Thema in der Vergangenheit sehr früh aufgegriffen, „zu einem Zeitpunkt, als das viele kaum interessiert hat“, macht Marketingdirektor Christian Poprawa deutlich. Das hat sich aber nun deutlich geändert und entsprechend will man die „Blue Comfort“-Reihe weiter ausbauen.
Kreislaufwirtschaft etablieren
Ein weiterer Baustein ist die Schaffung und Förderung von Rohstoffkreisläufen. In diesem Zusammenhang hat Weber mit der Entwicklung des ersten recyclingfähigen Wärmedämm-Verbundsystems „Weber therm circle“ Pionierarbeit geleistet. Weitere Maßnahmen zum Schutz von Rohstoffressourcen sind die kontinuierliche Reduzierung von deponierten Produktionsabfällen (um rund 36 Prozent seit 2017), die Optimierung von Verpackungen und ein entsprechendes Rücknahmesystem sowie der Druck aller Broschüren auf 100-prozentigem Recyclingpapier.
Biodiversität
Die dritte Säule der Weber Nachhaltigkeitsstrategie stellt der Schutz der Biodiversität durch die Vermeidung umweltschädlicher Stoffe dar, etwa durch den Verzicht auf filmbildende Biozide in allen Weber Fassadenputzen, wie es das Unternehmen bereits seit Jahren praktiziert.
„Zu einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept gehören neben ökologischen auch soziale und wirtschaftliche Kriterien. Auch diese verlieren wir nicht aus dem Blick“, kommentiert Geschäftsführerin Dr. Mara Terzoli. „Gerade die Balance zwischen ökologischen und ökonomischen Belangen ist für ein Wirtschaftsunternehmen wichtig. Ich bin angesichts der hohen Innovationsfähigkeit, die Weber immer wieder bewiesen hat, sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, ökologische und ökonomische Bedürfnisse zu vereinen.“
EIn Interview mit der derzeitigen Geschäftsführerin von Saint-Gobain Weber Deutschland, Dr. Mara Terzoli, finden Sie auf unserer Internetseite unter www.fliesenundplatten.de/aktuell.
