Der Hersteller von Silikonprodukten Wacker hat zwei neue Produktionsanlagen für Spezialsilikone in Japan und Südkorea in Betrieb genommen.
Damit will das Unternehmen seine Aktivitäten im Wachstumsmarkt Asien stärken. Die neuen Anlagen, die sich in Tsukuba, Japan, und Jincheon, Südkorea, befinden, bedienen künftig den steigenden Bedarf an Spezialsiliconen aus der Automobil- und Bauindustrie. Wacker hat im Zuge der Kapazitätserweiterungen insgesamt einen Betrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich investiert.
Asien gehört bereits heute zu den bedeutendsten Absatzregionen von Wacker. „Über 40 Prozent unseres Umsatzes erzielen wir in dieser Region. Unser Geschäft in Japan und in Südkorea leistet dazu einen signifikanten Beitrag“, führt Angela Wörl, die im Wacker-Vorstand unter anderem für das Asiengeschäft verantwortet, weiter aus. „Der Ausbau unserer Produktion in Tsukuba und Jincheon ist ein weiterer konsequenter Schritt in unserer Strategie, in den Regionen zu produzieren, wo unsere Kunden sitzen.“
Absatzmarkt Elektromobilität
In Japan stehen Kunden aus der Elektromobilität im Fokus. Dort wurde ein neues Produktionsgebäude eröffnet, in dem sogenannte thermische Interface-Materialien (TIM) auf Silikonbasis hergestellt werden. Als sogenannte Gap-Filler kommen sie außer in der Auto- auch in der Elektronikindustrie zum Einsatz und dienen dem effektiven Wärmemanagement elektrischer Komponenten. Japanische Automobilzulieferer investieren derzeit massiv in den Sektor.
In Korea wird die Produktionskapazität für Silicondichtstoffe für die Bauindustrie und für Spezialsilikone, Flüssigsilikonkautschuke und Silikonelastomere für die Automobil- und Elektroindustrie erhöht.
