Ihre Entstehung ist spektakulär. Sie sind aus glutflüssigen Lavaströmen geboren. So ereignisreich wie der Ausbruch eines Vulkans selbst ist dabei auch die Bandbreite der entstehenden Gesteine. Während andere Gesteine häufig hunderte von Millionen Jahren alt sind, zählen die Vulkanite in der Regel zu den „Youngstern“ unter den Natursteinen. (Fotos: Abraxas Stone/Experts/Hasede)
Man kann ihre Entstehung häufig „live“ miterleben. Doch man sollte nicht glaubt, dass die bei einem Vulkanausbruch entstehenden Gesteine alle gleich sind. Da gibt es sehr große Unterschiede im Aussehen und den technischen Eigenschaften. Im Folgenden werden die am häufigsten auftretenden Vulkanite in ihrem Dekor und den möglichen bautechnischen Anwendungen kurz vorgestellt:
Basalt ist das am häufigsten verbreitete Gestein der Erdkruste. In der Regel sind die Gesteine der Basaltfamilie sehr dunkel, gelegentlich mit Nuancen ins Grünliche. Bei polierten Oberflächen wirken viele Handelssorten nahezu schwarz. Von allen Gesteinen haben Basalte die höchsten Druckfestigkeitswerte. Außerdem haben sie ein hohes spezifisches Gewicht. Da die Abkühlung bei der Gesteinsentstehung in der Regel sehr rasch erfolgte, bildete sich ein engständiges Netz von Schwindrissen, die die typischen Basaltsäulen ergeben. Derartige Säulen wurden nicht von Steinmetzen bearbeitet, sondern sie liegen in dieser Form fertig in den Basaltbrüchen vor.

Rhyolithe sind vulkanische Gesteine, die in ihrer chemischen Zusammensetzung den Graniten entsprechen. Sie unterschieden sich jedoch im Aussehen. Während bei den Graniten alle Minerale mit dem bloßen Auge gut erkennbar sind, können bei den Rhyolithen nur vereinzelte Minerale, sogenannte Einsprenglinge, mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden. Die restlichen Minerale befinden sich in einer, mit dem bloßen Auge nicht weiter bestimmbaren Grundmasse. Ein wichtiger Vertreter dieser Gesteinsfamilie ist der Trentiner Porphyr , der in Deutschland auf vielen innerstädtischen Plätzen und in Fußgängerzonen verbaut ist. Die genannten Einsatzbereiche lassen erkennen, dass es sich um einen sehr widerstandsfähigen Stein handelt.

Basaltlaven haben unterschiedliche chemische Zusammensetzungen. Im Gegensatz zum Basalt sind Entgasungsporen erkennbar, die sich als offene Gesteinsporen auf der Oberfläche abzeichnen. Obwohl Basaltlaven diesen sehr hohen Porenanteil haben, sind die am Markt befindlichen Handelssorten nahezu alle für einen Einsatz im Außenbereich geeignet. Sie haben ein sehr starkes Gefüge. Man spricht bei verschiedenen Sorten auch von Zähbasaltlava, was die besondere Festigkeit bereits im Namen erkennen lässt. Basaltlaven bewegen sich überwiegend im Bereich der Grautöne. Je höher der Schliff, desto dunkler erscheint der Stein. Sie sind für vielfältige Einsatzbereiche im gesamten Innen- und Außenbereich geeignet. Häufig werden neben Platten auch massive Werkstücke aus Basaltlava hergestellt.

Tuffe bildeten sich aus vulkanischen Aschen. In diese Aschen sind meist Fremdgesteine eingebunden, die häufig von Kraterrand her stammen. Sie sind in der Regel von geringer mechanischer und chemischer Resistenz, werden aber dennoch regional zu Fassaden (beispielsweise im Raum Köln/Düsseldorf) verbaut. Hierbei sollte jedoch in jedem Fall eine Sockelzone aus resistenteren Gesteinen, wie beispielsweise Rheinischer Basaltlava, angeordnet werden.