Der Villeroy & Boch-Konzern hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 seinen Nettoumsatz auf konstanter Kursbasis, das heißt auf Grundlage unveränderter Währungskurse im Vergleich zum Vorjahr, steigern können. Die Zahlen lesen sich auch im Unternehmensbereich Bad und Wellness gut. (Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de)
Der Nettoumsatz von Villeroy & Boch im dritten Quartal auf dem deutschen Heimatmarkt lag mit 160,8 Millionen Euro um drei Prozent über dem Vorjahr. Der nominale Auslandsumsatz kletterte um 2,8 Prozent auf 398 Millionen Euro. Der Auftragsbestand zum 30. September 2014 erhöhte sich im Vergleich zum 1. Januar dieses Jahres um 9,6 Millionen auf 54,9 Millionen Euro - davon entfallen rund 65 Prozent auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness.
Entwicklung in den Unternehmensbereichen
Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erreichte in den ersten neun Monaten 2014 auf konstanter Kursbasis einen Umsatz in Höhe von 362,2 Millionen Euro und damit eine Steigerung um 16 Millionen Euro beziehungsweise 4,6 Prozent. Der nominale Umsatz betrug 356,1 Millionen Euro und lag somit 2,9 Prozent über Vorjahr. Auf dem Heimatmarkt Deutschland zogen die Geschäfte im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres um 3,2 Prozent an. Weitere nennenswerte nominale Umsatzsteigerungen wurden in Großbritannien (+12,5 Prozent), BeNeLux (+11,9 Prozent) und in Osteuropa (+9,3 Prozent) erzielt. Erfreuliche Zuwächse schlugen auch in den für Villeroy & Boch wichtigen Wachstumsmärkten China (+37,7 Prozent) und Russland (+13,5 Prozent) zu Buche. Vorwiegend konjunkturbedingte Umsatzrückgänge verzeichnete der Unternehmensbereich in Italien (-17,8 Prozent), in Frankreich (-10,2 Prozent) und in Dänemark (-9,3 Prozent).
Der weiterhin hohe Auftragseingang lässt zudem ein gutes Weihnachtsgeschäft erwarten. Einen besonderen Erfolg hat außerdem der Bereich Hotel mit einem Umsatzwachstum von +16,3 Prozent gegenüber Vorjahr verbucht. Investitionsvolumen in den ersten neun Monaten 2014: 30,2 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2014 hat Villeroy & Boch 30,2 Millionen Euro investiert (Vorjahr: 10,5 Millionen), auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness entfielen dabei 87,1 Prozent. Der Hauptanteil floss planmäßig in den Bau des neuen Logistik- und Montagezentrums in Schweden. Weitere Schwerpunkte waren Investitionen in die Sanitärwerke Mettlach (Deutschland) und Saraburi (Thailand).
Ausblick für das Gesamtjahr 2014
„Wir bewerten unsere derzeitige wirtschaftliche Lage weiterhin positiv. Der Verlauf der ersten neun Monate entspricht unseren Umsatzerwartungen“, so Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG. Für das Gesamtjahr 2014 geht das Unternehmen von einem moderaten Wirtschaftswachstum aus, das in der Eurozone jedoch durch die enttäuschende Wirtschaftsentwicklung in Frankreich und Italien gebremst wird. Außerdem wirken sich die geopolitischen Unsicherheiten in der Ukraine nachteilig auf die Konjunktur aus – weitere Risiken ergeben sich auf den Finanz- und Rohstoffmärkten.
