Die Villeroy & Boch Fliesen GmbH hat als erster deutscher Fliesenhersteller die europäische Umwelt-Zertifizierung EMAS grenzüberschreitend für alle drei Produktionsstandorte Mettlach, Merzig und La Ferté-Gaucher (Frankreich) erhalten. (Foto: Villeroy & Boch)
EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist das strengste und umfassendste Umweltzertifikat in Europa. Es wurde als freiwilliges Prüfsystem von der Europäischen Gemeinschaft entwickelt und gilt für Unternehmen, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus ihre Ökobilanz verbessern wollen.
Zu den Umweltschutzmaßnahmen der letzten Jahre gehören bei V&B Fliesen etwa ein eigener Abwasser-Kreislauf, bei dem der Feststoffanteil des Abwassers sedimentiert und recycelt wird, indem der Rohstoff in der Masse wiederverwendet wird. Auf diese Weise konnte auch die Recyclingquote des rückgeführten Abwassers auf über 95% gesteigert werden. Außerdem nutzt Villeroy & Boch Fliesen für die Produktion nur natürliche Werkstoffe. Der Hauptrohstoff Ton wird dabei in relativer räumlicher Nähe von einem nach EMAS validierten Unternehmen im Westerwald abgebaut und zu den Produktionsstandorten geliefert. Trotz gestiegener Produktion konnte das saarländische Unternehmen darüber hinaus durch ein intelligentes Konzept den CO2-Ausstoß um rund 2500 t CO2 innerhalb von drei Jahren reduzieren. Für den Transport-Bereich werden bereits seit 2008 erdgasbetriebene Autos für nahezu alle Transporte innerhalb des Saarlandes eingesetzt.
Gesteuert werden die umfangreichen Umweltschutzmaßnahmen durch ein zentrales Umwelt-Management in Merzig.
Durch die EMAS-Zertifizierung verpflichtet sich Villeroy & Boch Fliesen innerhalb von drei Jahren konkrete weitere und über die normalen Gesetzesvorgaben hinaus geltenden Umweltziele über die Ländergrenzen hinweg für alle Standorte umzusetzen. Dies geschieht auf freiwilliger Basis.
