Taschenrechner auf Unterlagen (Quelle: Pixabay)
Bei Versicherungen können Betriebe unter Umständen viel Geld sparen. (Quelle: Pixabay)

Betrieb

05. November 2021 | Teilen auf:

Versicherungscheck zum Jahreswechsel

In den letzten Jahren haben sich viele Betriebe verändert: mehr Digitalisierung, mehr Homeoffice, Wachstum oder Verkleinerung. Zum Jahresende lohnt es sich, zu überprüfen, ob die Versicherungen noch zum Unternehmen passen.

Um nach der Bestandsaufnahme die richtige Entscheidung zu treffen, sollte man in drei Schritten vorgehen.

Bestandsaufnahme im Policenordner

In den meisten Fällen werden die Policen einmal abgeschlossen und fristen dann ein Schattendasein. Doch das kann unter Umständen existenzbedrohend sein. „Wer bei einem Schadensfall nach Jahren erstmals wieder die Versicherungsunterlagen hervorholt, muss schlimmstenfalls feststellen, dass der entstandene Schaden nicht abgedeckt ist“, so Volker Helmhagen, Leiter Produkt- und Marktmanagement bei der Nürnberger Versicherung. Es komme häufig vor, dass Versicherungssummen nicht mehr dem Bedarf entsprechen, weil eine Fehleinschätzung des notwendigen Schutzes vorliegt, sich der Schutz nicht an der aktuellen Unternehmenssituation orientiert oder Deckungssummen beispielsweise unbegrenzte Selbstbehalte haben. Der jährliche Versicherungscheck sei daher ein Muss, um Risiken zu identifizieren, Deckungslücken zu erkennen und den Versicherungsschutz anzupassen.

Welche Versicherungen sind überhaupt nötig?

Ob ein Betrieb ausreichend abgesichert ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem gilt: Nicht jedes Unternehmen braucht jede Versicherung. Eine Betriebshaftpflichtversicherung sollte aber jeder Betrieb haben. Denn trotz aller Sorgfalt und Vorsicht kommt es im Arbeitsalltag zu Fehlern. So sind Sach- und Personenschäden abgedeckt, Schmerzensgeld und Behandlungskosten werden übernommen. Auch auf eine Geschäfts-Inhaltsversicherung sollten Betriebe keinesfalls verzichten: „Sie deckt alle Gegenstände ab, die für den Betrieb nötig sind, zum Beispiel Waren und Vorräte, IT-Infrastruktur, Maschinen oder die technische Ausstattung, und zwar unabhängig davon, ob die Gegenstände in Firmenbesitz oder geleast sind“, erläutert der Experte. Abhängig von der jeweiligen Branche kann für Produktionsbetriebe eine Maschinenbruchversicherung sinnvoll sein. Für Betriebe mit einem Fuhrpark lohnt sich zusätzlich eine Flottenversicherung.

Passen bestehende Policen noch zum Unternehmen?

Auch wenn Versicherungen vor Jahren bedarfsgerecht abgeschlossen wurden, sollten sich Unternehmen jetzt nicht in Sicherheit wiegen. Denn: „Wurden beispielsweise neue Produktionshallen errichtet oder neue Mitarbeiter eingestellt, hat sich der Fuhrpark verdoppelt oder wurde die IT-Ausstattung modernisiert, passt der einmal abgeschlossene Versicherungsschutz unter Umständen nicht mehr zur aktuellen Situation“, so Volker Helmhagen. Kommt es dann zu einem Schaden, können Betriebe schnell unterversichert sein. Aber auch das Gegenteil ist zu beachten: Mussten sich Betriebe aufgrund der Corona-Pandemie beispielsweise verkleinern, sind sie gegebenenfalls sogar überversichert. In der Anpassung der Police liegt daher für Unternehmen unter Umständen ein großes Einsparpotenzial. Um den individuellen Bedarf zu prüfen, können Betriebe Services wie den Versicherungs-Check der Nürnberger Versicherung nutzen.

zuletzt editiert am 28.10.2021