Forum 2014 Vorträge-104
Rund 350 Gäste kamen zum 5. FLIESEN & PLATTEN-FORUM 2014. (Foto: bb)

2014-02-19T00:00:00Z Unter Profis

Gut 350 Teilnehmer haben das fünfte FLIESEN & PLATTEN-FORUM in Köln besucht. Sie alle profitierten von Fachvorträgen, Diskussionsrunden und einer ausgebuchten Fachschau. (Foto: bb)

Neun Vorträge und eine Podiumsdiskussion standen auf dem Programm. Los ging es mit dem Thema „Untergründe: Worauf ist bei der Fliesenverlegung auf Calciumsulfatestrichen zu achten?“.

Heinz-Dieter Altmann vom Sachverständigenbüro für Baustoffe und Fußbodentechnologie, Niedersachswerfen, klärte über Grundsätzliches zu diesem Thema auf und gab den Teilnehmern wertvolle Tipps für die Bearbeitung.

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Heinz-Dieter Altmann. (Foto: bb)

„CA-Estriche dürfen nur im dauertrockenen Bereich eingesetzt werden“ oder „Wenn man auf Flächenfugen verzichtet, braucht man eine richtig dimensionierte Randfuge. Der Dämmstreifen darf deshalb nicht zu früh abgeschnitten werden“ und „Bei einer Verlegung im Mittel- oder Dickbett ist ein sperrender Reaktionsvoranstrich zwingend notwendig!“ lauteten einige von Altmanns Thesen.



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Marc Sobolewski. (Foto: bb)

„Nutzen Sie Beschwerden als strategisches Instrument zur Umsatzsteigerung!“, forderte Marc Sobolewski, Marketing- und Vertriebsberater aus Frankfurt am Main. „Keine Aufklärung um jeden Preis“ war eines seiner Statements und „90 Prozent wollen keine Entschuldigung sondern eine schnelle und kulante Behebung der Reklamation.“ Praktisches Ende des Sobolewski-Vortrags: zehn Verhaltensregeln für alle Fälle.

Dabei sein ist alles

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Christina Diehl. (Foto: bb)

Wie in den letzten Jahren so standen auch bei diesem FLIESEN & PLATTEN-FORUM sozialen Medien im Fokus, ohne die bei manchen Leuten ja nichts mehr geht. Christina Diehl hatte das Thema von der ganz praktischen Seite aufgebaut. Sie ist Projektmanagerin Cross Media der Rudolf Müller Medienholding und hatte sich heute Jan Kempf an die Seite geholt. Er führt einen Fliesenfachbetrieb im fränkischen Dietersheim.

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Jan Kempf. (Foto: bb)

„Lohnen sich facebook, twitter & Co. im Fliesenfachgeschäft?“ diskutierten die Beiden und kamen zu dem Schluss: Dabei sein ist alles! Oder zumindest wichtig. Denn: Gerade weil die Präsenz der Fliesenbranche auf facebook noch ausbaufähig ist, haben diejenigen Unternehmen, die bereits jetzt Flagge zeigen, sehr gute Chancen gefunden zu werden. Und die Zahl der Nutzer nimmt ständig zu – neuesten Studien zufolge besonders bei älteren Menschen.

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Professor Jürgen Ulrich. (Foto: bb)

Nach diesem Ausflug in die Welt der neuen Medien stand das Thema Rechtsbeziehungen auf dem Programm. Als Top-Favorit trat Professor Jürgen Ulrich auf. Er ist Baurecht-Experte und Vorsitzender Richter am Landgericht Dortmund. „Wer der am Bau Beteiligten haftet in welchem Umfang für Mängel?“ hieß sein Vortrag, mit dem er wieder einmal unter Beweis stellte, dass die Juristerei auch für Laien hochinteressant ist – dank kabarettistischer Ader zudem unterhaltsam!

Abenteuerliche Verlegungen

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Peter Rode. (Foto: bb)

Weiter ging es bei den Fachvorträgen mit Gussasphaltestrichen. „So sind Sie bei der Verlegung auf der sicheren Seite!“ erklärte Peter Rode, Geschäftsführer der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendungen in Bonn. Der Diplom-Ingenieur verschaffte den Anwesenden einen Überblick beginnend von der Herstellung über den Transport bis zum Einbau dieses nicht alltäglichen Untergrunds und machte deutlich „Gussasphaltestrich ist ein Untergrund mit Besonderheiten. Wer diese berücksichtigt, hat gute Chancen auf eine schadensfreie Fliesenverlegung.“ Er regte zudem einen informativen Austausch aller Beteiligter – sowohl Hersteller, Planer, Estrich- und Fliesenleger – an, der derzeit noch zu kurz komme.

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Wibke Schaeffer. (Foto: bb)

Einen intensiven und geschäftsfördernden Blick auf eine Zielgruppe, die wir alle kennen, warf Wibke Schaeffer, Architektin und Innenarchitektin mit dem Büro „Lichte Art“: „LoHaS: Eine lohnene Zielgruppe für wahre Profis“ war ihr Vortrag überschrieben. – Wer LoHaS sind? Die Teilnehmer des FLIESEN & PLATTEN-FORUMs kennen sich da jetzt aus. Hier die Kurzform: LoHaS sind Leute mit überdurchschnittlichem Einkommen und gesundem Lebensstil, die richtig viel Wert auf Nachhaltigkeit legen. Mittlerweile ist das jeder zehnte von uns!

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Klaus-Peter Dyroff. (Foto: bb)

Es folgte Klaus-Peter Dyroff, der sich ganz der Mosaikkunst verschrieben hat. Der ausgebildete Fliesenleger und studierte Diplom-Designer hat auch ein Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden in der Tasche. Seit 1986 arbeitet er freiberuflich als Restaurator und Diplom-Designer im eigenen Restaurierungsatelier in Schmiedeberg. Am Beispiel des Brühler Jagdschlosses Falkenlust zeigte er, wie abenteuerlich das Arbeiten mit Fliesen und Platten sein kann – vor allem wenn man auf den Untergrund verzichten muss.

Zukunftsthema Licht

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Roland Greule. (Foto: bb)

Ein Zukunftsthema brachte Roland Greule mit auf das FLIESEN & PLATTEN-FORUM. Er ist Professor für Beleuchtungs- und Lichttechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und machte klar, wie Fliesenbeläge und Räume bei Licht besehen besonders gut wirken. Außerdem verschaffte er den Teilnehmern einen Einblick in die Veränderungen im Lichtbereich, die uns in den kommenden Jahren erwarten.

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Alfred Boor. (Foto: bb)

Der Abschluss des FORUMs war auch in diesem Jahr ganz der Praxis gewidmet: Fliesenlegermeister Alfred Boor, der seit 37 Jahren mit eigenem Fachbetrieb im saarländischen Völklingen selbstständig ist, stellte eine seiner Erfindungen vor: eine Lochschablone als Verlegehilfe bei Großformaten. „Weg mit den Hohlräumen unter Großformaten!“ hieß sein Vortrag, der für lebhafte Diskussionen sorgte.

Fazit des 5. FLIESEN & PLATTEN-FORUMs: Gesprächsstoff gab es reichlich – durch Vorträge und Fachschau und mit Kollegen, die keine direkten Wettbewerber sind. Stellvertretend für viele Teilnehmer sei hier Ingo Beyer, Fliesentechnik & Bauservice Ingo Beyer, aus dem hessischen Laubach zitiert: „Das FORUM ist sehr innovativ“, erklärte er zum Abschied. „Man hat viel von den Vorträgen. Außerdem ist es toll unter so vielen Profis zu sein – ohne Konkurrenzdruck.“ Na dann: Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Heimliches Highlight

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Die Sieger des Kicker-Turniers (v.l.): Dirk Glasing und Bernd Zitzelsberger (2. Platz), Thomas Winhardt und Frank Schaitmann (1. Platz) sowie Rainer Nissler und Ingo Beyer (2. Platz). Foto: bb

Am Donnerstag-Abend stieg bereits zum dritten Mal das FLIESEN & PLATTEN-Kickerturnier – für viele das heimliche Highlight der Veranstaltung. Nach spannenden Spielen gewannen schließlich Thomas Winhardt und Frank Schaitmann, auf den zweiten Platz kamen Dirk Glasing und  Bernd Zitzelsberger, Platz drei ging an Rainer Nissler und Ingo Beyer.  

Das sechste FLIESEN & PLATTEN-FORUM findet am 26. und 27. Februar 2015 im Kölner Maternushaus statt.

Podiumsdiskussion: Meisterpflicht war gestern – und jetzt?

FLIESEN & PLATTEN-FORUM: Fachschau

Produkte des Jahres 2013: Das sind die Gewinner

CARO-Händler des Jahres: Preisverleihung

FLIESEN & PLATTEN-JAHRBUCH

Eine der Premieren auf diesem FORUM war das FLIESEN & PLATTEN-JAHRBUCH. Das erste Jahrbuch der Fliesenbranche sorgte denn auch gleich für viel Spaß beim „Blättern durch die Branche“. Das Jahrbuch zeigt die Ereignisse im Fliesenkalender und stellt vor allem die „Macher“ der Branche in den Fokus, diejenigen, die das Geschäft vorantreiben. Sie halten die Fliesenbranche in Bewegung und so zeigen wir sie in diesem Jahrbuch: „Men at work“ und das gilt selbstverständlich auch für die Frauen der Fliesenfamilie!

Bestellen können Sie das Jahrbuch in unserem Onlineshop baufachmedien.de unter http://www.baufachmedien.de/jahrbuch-der-fliesenbranche-2013-2014.html

zuletzt editiert am 12. August 2024
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