2011-01-20T00:00:00Z Umfrage zum Wohnen im Alter

Wie wollen die Bundesbürger im Alter wohnen? Dies hat TNS Emnid in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage unter deutschen Mietern und Eigentümern ab 50 Jahren ermittelt, die auf der BAU in München von Verbänden der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie dem Deutschen Mieterbund vorgestellt wurde.

Die Ergebnisse verleihen den bisherigen Forderungen der Verbände nach mehr altersgerechtem Wohnraum Nachdruck: Bereits in 15 Jahren wird ein Viertel der Privathaushalte in Deutschland Bewohner haben, die 70 Jahre und älter sind. Dies sind rund zehn Millionen Haushalte 70plus. Doch altersgerechte Wohnungen sind noch immer Mangelware. Nach Schätzungen der Verbände müssten, um den Bedarf nach einem selbstbestimmten und sicheren Wohnen in den eigenen vier Wänden im Alter zu decken, pro Jahr rund 100.000 seniorengerechte Wohnungen durch Neubau oder Modernisierung geschaffen werden. Dies wären rund 2 Millionen altersgerechte Wohnungen bis 2025. Sie fordern daher die Politik auf, dringend mehr Anreize zu schaffen, damit private Investoren stärker in altersgerechten und bezahlbaren Wohnraum investieren.

Einige der zentralen Ergebinsse der TNS-Emnid -Umfrage sind:

- Zwei Drittel bevorzugen ein selbstständiges Wohnen im Alter

Jeder zweite Befragte würde lieber die Wohnung oder das Haus umbauen, statt in eine altersgerechte Wohnung umzuziehen. Allerdings würden über 80 % der Befragten beim Verlust der Selbstständigkeit im Alter noch einmal umziehen. Das Alter spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

- Gute Infrastruktur und ambulante Hilfen sind wichtig

Ein barrierearmer Zugang zur Wohnung zum Beispiel durch weniger Treppen oder den Einbau eines Fahrstuhls (82 %) und bauliche Anpassungen in der Wohnung wie beispielsweise eine bodengleiche Dusche (81 %) spielen hierbei eine große Rolle.

- Durchschnittlich 280 Euro für Serviceleistungen und baulicheAnpassungen verfügbar

Im Schnitt können die Befragten für Serviceleistungen oder altersgerechte bauliche Veränderungen 280 Euro monatlich aufbringen. Eigentümer haben mehr Ressourcen als Mieter Sie können im Schnitt 384 Euro aufbringen, während es bei Mietern lediglich 161 Euro sind.

www.bfw-bund.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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