Die schwelende Währungskrise bereitet den Unternehmen in Deutschland Unbehagen. In der Baubranche ist die Stimmung jedoch bemerkenswert stabil. Das zeigt das aktuelle Baubarometer des Marktforschungs-Unternehmens "BauInfoConsult". (Gafik: BauInfoCunsult)
180 Bauunternehmer hat "BauInfoConsult" interviewt. 84 Prozent der Befragten rechnen mit einer Umsatzsteigerung oder wenigstens mit einem gleich bleibenden Umsatzergebnis. Dennoch ist das Bild nicht ungetrübt, schreibt das Umfrage-Unternehmen: Die Zahl der Pessimisten sei zwar immer noch deutlich geringer als in den kritischen Jahren 2009 und 2010, aber doch wesentlich höher als im boomenden 2011.
Zwar sind die Umsatzaussichten der Bauunternehmer Anfang 2012 nicht mehr ganz so positiv wie im Rekordjahr 2011: Damals hatte die Hälfte der Bauunternehmer mit einer Umsatzsteigerung gerechnet, 2012 ist nur noch ein Drittel so optimistisch, betont "BauInfoConsult". Dennoch bliesen die Bauunternehmer laut aktuellem Stimmungsbarometer keineswegs Trübsal: Immerhin erwarte aktuell fast jeder zehnte Bauunternehmer eine Umsatzsteigerung von zehn Prozent und mehr. So hoch sei der Anteil der Umsatz-Optimisten in den Befragungen der Vorjahre noch nie gewesen.
Ein weiteres Ergebnis, das laut "BauInfoConsult" zuversichtlich stimmt: Mit 52 Prozent rechnet mehr als die Hälfte der Bauunternehmer mit einem gleich hohen Umsatzergebnis wie im Jahr 2011. Und da gab es allein von Januar bis November laut amtlicher Statistik bei den Unternehmen im Bauhauptgewerbe ein Umsatzplus von elf Prozent.
Dennoch drückt die Eurokrise bzw. die Sorge vor deshalb sinkenden Aufträgen im öffentlichen und gewerblichen Bau dem aktuellen Stimmungsbild ihren Stempel auf: Zwölf Prozent der Befragten befürchten Umsatzverluste. Das sind doppelt so viele wie im "sorglosen Vorjahr" 2011, schreibt "BauInfoConsult".
