Turkishceramics Mimar Sinan
Das Logo der Ausstellung über Mimar Sinan (Foto: Turkishceramics)

2016-06-21T00:00:00Z Turkishceramics: Der Michelangelo des Orients

In einer Ausstellung in London mit dem Titel „Sinan: The First Starchitect“ wurde vor kurzem das Werk des osmanischen Architekten Mimar Sinan aus dem 16. Jahrhundert vorgestellt. Sinans Arbeiten gelten als Höhepunkt der klassischen osmanischen Architektur. (Foto: Turkishceramics)

Im November 2015 luden Turkishceramics und das britische Architekturmagazin „The Architects’ Journal“ eine Gruppe von britischen Architekten nach Istanbul und Edirne ein, um das Werk Mimar Sinans zu studieren. Das Resultat dieser Reise sind ein Buch mit dem Titel „Sinan: The First Starchitect“ und die eingangs erwähnte Ausstellung mit Beiträgen der britischen Architekten über das Wirken des osmanischen Architekten. Sinan, ein Zeitgenosse Palladios und Michelangelos, wird auch als der „Michelangelo des Orients“ bezeichnet und prägte die Skyline des historischen Istanbuls mit seinen Moscheen und Minaretten wie kein anderer. Darüber hinaus ist er bekannt für seinen Einsatz von Keramik, aber auch seine Fähigkeiten als Bauingenieur beim Bau von Brücken oder Aquädukten.

Doch trotz seiner Leistungen und obwohl viele seiner Gebäude immer noch genutzt werden, findet er nur selten Erwähnung. Dies wollen Turkishceramics und die an dem Projekt beteiligten Architekten durch Buch und Ausstellung ändern. Bahadir Kayan, der Vorsitzenden von Turkishceramics, sagte anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Im Namen der türkischen Keramikindustrie bin ich stolz, diese Ausstellung präsentieren zu können, die sich mit der Welt und dem Werk Mimar Sinans auseinandersetzt, dem architektonischen Visionär des osmanischen Reichs. Es war faszinierend zu beobachten, wie sich britische Architekten des 21. Jahrhunderts dem Meister des 16. Jahrhunderts genähert haben. Ich hoffe, dass diese Ausstellung Debatten und Diskussionen in Großbritannien und anderswo über die Bedeutung des Lebens und Wirkens Mimar Sinans auslösen wird.“

  www.turkishceramics.org

zuletzt editiert am 11. März 2021
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