Unfallbeteiligungen von Transportern sind seit 2001 stark rückläufig, wie die aktuelle Studie "Sicherheit von Transportern" jetzt herausgefunden hat.
Transporter bewegen sich im Straßenverkehr nahezu so sicher wie Pkw und bieten den Insassen einen dem Pkw vergleichbaren Schutz. Auch die Unfallsituationen weichen nicht wesentlich von denen der Pkw ab. Zudem ist die Unfallbeteiligung von Transportern seit dem Jahr 2001 stark rückläufig. Zu diesen vorläufigen Ergebnissen kommt die Studie "Sicherheit von Transportern", die im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Bundesanstalt für Straßenwesen, dem Verband der Automobilindustrie, der Unfallforschung der Versicherer und der DEKRA Unfallforschung erarbeitet wurde und die zum Frühjahr 2011 veröffentlicht wird. "Trotz der bereits erreichten Fahrzeugsicherheit gibt es noch genügend Verbesserungspotenzial in diesem Segment", sagt Clemens Klinke, Mitglied des Vorstandes der DEKRA SE und Vorsitzender der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH.
Die Unfallforscher erwarten einen besseren Partnerschutz von einer "gemeinsamen Interaktionszone", die ein Über- oder Unterfahren bei Unfällen vermeidet. Dabei seien zu steife Strukturen zu vermeiden, da sie das Verletzungsrisiko der Unfallgegner erhöhen. Mit dem Fahrdynamikregelsystem ESP lassen sich 7 bis 8 Prozent der von Transportern verursachten Unfälle mit rund 20 Prozent der Verletzten positiv beeinflussen. Eine intensivere Fahrerschulung müsste Probleme wie den höheren Schwerpunkt, Ladungseinflüsse und die eingeschränkte Rundumsicht stärker bewusst machen, und Seat-Belt-Reminder ans Anlegen des Sicherheitsgurtes erinnern.