
2017-08-15T00:00:00Z Toskanischer Travertin Typ Noce
In EN 12440 wird der toskanische Travertin unter der Bezeichnung Travertino di Siena aufgeführt, was im Deutschen in etwa so viel wie „Travertin von Siena“ bedeutet. Eine derartige Lokalitätsbezeichnung, die lediglich ein Bestandteil des Handelsnamens ist, entspricht nicht den eigenen, engen Vorgaben der EN 12440. Dort wird unter Ziffer 3.1 in Bezug auf den Herkunftsort gefordert: „[…] Die Ortsangabe des Gebietes oder des Steinbruches muss so genau wie möglich sein, und mindestens die Stadt oder Gemeinde, das Gebiet oder Land, jeweils durch ein Komma getrennt, beinhalten (siehe Anhang A)[…]“ (Foto: Informationsdienst Naturstein/Trier)
Die meisten der derzeit aktiven Steinbrüche des Toskanischen Travertin befinden sich in der Nähe der Gemeinde Rapolano, die etwa 30 Kilometer südöstlich von Siena liegt. Aus ausschreibungstechnischen Gründen macht es ebenfalls keinen Sinn, die verschiedenen Farbvarianten des Toskanischen Travertins in einem Handelsnamen, wie in EN 12440 aufgeführt „Travertino di Siena (Chiaro, Scuro, Nocciolato Venato, Silver, Scabas)“ zusammenzufassen. In Ausschreibungsunterlagen müssen die Leistungspositionen so genau wie möglich beschrieben werden. Dazu zählt auch, dass die jeweilige Farbsortierung eindeutig beschrieben werden muss.
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