Eine lächelnde Geschäftsfrau in einem dunkelblauen Blazer führt auf einer Firmenveranstaltung ein Gespräch mit mehreren Kollegen; die Szene vermittelt eine professionelle, freundliche Atmosphäre mit aktivem Networking und Austausch.
Bundesbauministerin Verena Hubertz besuchte die Tech in Construction. (Quelle: Tech in Construction)

Veranstaltungen 2026-07-17T00:00:00Z Tech in Construction: Innovation entscheidet über Zukunft des Bauens

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat auf der Tech in Construction 2026 die Schlüsselrolle von Innovation, Digitalisierung und Gründertum für die Zukunft der Bauwirtschaft hervorgehoben.

Als Schirmherrin der Veranstaltung, die vom 23. bis 25.6. in Berlin stattfand, würdigte sie insbesondere die Leistung junger Unternehmen, die mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen wichtige Impulse für die Transformation der Branche setzen.

In ihrer Rede verband Hubertz ihre persönliche Gründungsgeschichte mit den aktuellen Herausforderungen der Bauwirtschaft. Aus ihrer Erfahrung als Unternehmerin leitete sie eine klare Botschaft ab: Fortschritt entsteht dort, wo Menschen bereit sind, neue Wege zu gehen und Verantwortung zu übernehmen.

Vier Ziele für die Baupolitik

Mit Blick auf die Baupolitik der Bundesregierung formulierte die Ministerin vier zentrale Ziele. Bauen müsse schneller, günstiger, nachhaltiger und digitaler werden. Dazu verwies sie auf den Bauturbo zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie auf weitere Reformen des Baugesetzbuchs. Gleichzeitig kündigte sie an, digitale Planungsstandards wie X-Planung und den verbindlicheren Einsatz von Building Information Modeling (BIM) konsequent voranzutreiben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Senkung der Baukosten. Vereinfachte Bauvorschriften, der Gebäudetyp E sowie der Abbau unnötiger Bürokratie sollen Planungs- und Bauprozesse effizienter gestalten. Ergänzend setzt die Bundesregierung auf langfristige Investitionen in den Wohnungsbau und eine vereinfachte Förderlandschaft.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Hubertz der Rolle von Startups. Die Bauwirtschaft verfüge über erhebliches Innovationspotenzial, nutze digitale Technologien jedoch bislang nicht konsequent genug. Künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse, digitale Plattformen und neue Fertigungstechnologien könnten Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit deutlich verbessern. Dafür brauche es eine enge Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieanbietern.

Neben besseren Rahmenbedingungen für Innovation sprach sich die Ministerin für einen leichteren Zugang zu Wachstumskapital aus. Mit neuen Finanzierungsinstrumenten soll verhindert werden, dass innovative Unternehmen ihre Entwicklung ins Ausland verlagern müssen.

„Wandel aktiv gestalten“

Zum Abschluss appellierte Hubertz an Unternehmen und Gründer gleichermaßen, den Wandel aktiv zu gestalten. ConstructionTech sei ein entscheidender Baustein für die Zukunft der Bauwirtschaft und zugleich ein wichtiger Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Infrastruktur. Innovation beginne mit dem Mut, neue Wege zu gehen und Ideen konsequent umzusetzen.

zuletzt editiert am 16. Juli 2026
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