Die Tarifverhandlung für die ca. 750.000 Beschäftigten in der Bauwirtschaft wurde erneut ergebnislos vertagt. Die Gewerkschaft hielt an ihrer Forderung einer Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 6,6 % fest. Die Arbeitgeber halten diese für unerfüllbar und unrealistisch. (Foto: ZDB)
Der Verhandlungsführer für die Arbeitgeber in der Bauwirtschaft und Vize-Präsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Frank Dupré, erklärte hierzu: "Wir haben nach wie vor den Willen in freien Verhandlungen zu einem Abschluss zu kommen. Dazu ist aber Kompromissbereitschaft und Realitätssinn beider Seiten erforderlich."
Die Arbeitgeber hätten erneut kein Angebot vorgelegt, sagt hingegen die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). "Ein verhandlungsfähiges Angebot ist die Mindestvoraussetzung für weitere Gespräche", sagte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. "Ohne ein vernünftiges Angebot diskutieren wir im luftleeren Raum. Die Arbeitgeber sind gut beraten, wenn sie sich zu einem konstruktiven Vorschlag durchringen. Wir sind keine Bittsteller."
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 4. April 2013 in Frankfurt/Main statt.
