Die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe sind in der dritten Runde nach fast 17stündigen Verhandlungen am 30. März ergebnislos beendet worden. Jetzt wird ein Schlichter eingeschaltet, um eine gemeinsame Konfliktlösung zu finden. (Foto: Archiv Baugewerbe)
Die IG BAU hatte 5,9 Prozent mehr Geld verlangt. Von Arbeitgeberseite kam man der Gewerkschaft bei der dritten Runde entgegen und bot zwei Erhöhungsstufen an: 2,5 % mehr Lohn in einem ersten Schritt ab 1. April 2011 und eine weiterer Anstieg um 2,5 % in einem zweiten Schritt ab 1. April 2012. Diese Offerte lehnte die Gewerkschaft ab.
Auch bei der Angleichung der Mindestlöhne in Ost und West konnte keine Annäherung erreicht werden.
Die Tarifkommission der IG BAU hat einstimmig dem Gewerkschaftsvorstand empfohlen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären. Für die nun folgende Schlichtung ist der frühere Bundesarbeits- und -wirtschaftsminister Wolfgang Clement als Schlichter bestellt.
