Fugen in Schwimmbädern, Krankenhäusern oder Hotels sind harten Belastungen ausgesetzt. Die sogenannten Wartungsfugen benötigen regelmäßige Kontrollen, um Folgeschäden zu vermeiden. Der „S2500 Schimmelblocker“ von Tangit gibt laut Hersteller die nötige Sicherheit. (Foto: Tangit)
Fugen werden nach DIN 52460 als Wartungsfugen bezeichnet, wenn sie besonders starken chemischen, physikalischen, biologischen und/oder mechanischen Einflüssen ausgesetzt sind. In bestimmten Einsatzgebieten, wie etwa in einem öffentlichen Schwimmbad, kann es zu einer Überlastung des Dichtstoffs kommen. Ursache dafür sind jedoch meist keine Material- oder Verarbeitungsfehler, sondern die Abnutzung durch extreme Beanspruchungen. Die Fugen in einem Schwimmbad beispielsweise sind neben hoher Luftfeuchtigkeit einer Dauernässe ausgesetzt.
Der bei Wartungsfugen zum Einsatz kommende Dichtstoff muss deshalb in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Die Oberflächen der Fugen werden bei der Wartung unter anderem auf Risse und Aufweichungen kontrolliert. So können bei rechtzeitiger Erkennung Folgeschäden, wie ungewollte Wasseraustritte in nicht einsehbare Bereiche, vermieden oder begrenzt werden. Wie lange eine Wartungsfuge den jeweiligen Bedingungen standhält, ist nicht pauschal vorhersehbar. Die Funktionsdauer der Fugen ist abhängig von der äußeren Beanspruchung durch Chemikalien, Reinigungsmittel und Umwelteinflüsse.
Bei Wartungsfugen kann die Lebensdauer nicht eingegrenzt werden
Das gilt es zu beachten: Bei üblichen Verfugungsarbeiten gilt eine Gewährleistungsdauer zwischen fünf (BGB) bzw. vier (VOB) Jahren. Bei Wartungsfugen kann die Lebensdauer nicht genau eingegrenzt werden, weshalb sie von der normalen Gewährleistungsdauer ausgenommen sind. Die Konsequenz: Alle Beteiligten müssen vor Beginn der Arbeiten über die Existenz der Wartungsfugen informiert sein. Die jeweiligen Wartungsfugen müssen vom ausführenden Handwerksbetrieb genau im Angebot festgelegt werden. Ein späteres Nacharbeiten im Schadensfall ist nicht mehr möglich.
Selbst bei sachgerechter Nutzung bedarf die Wartungsfuge einer regelmäßigen Prüfung und Nachbehandlung. Der Industrieverband Dichtstoffe e. V. empfiehlt daher eine spezifische Regelung der Wartungsarbeit durch Verträge. Auf Nummer sicher geht, wer sich von seinem Kunden eine Art „Gebrauchsanweisung für die Wartungsfuge“ unterschreiben lässt*. So können mögliche Streitereien im Schadensfall vermieden werden.
Desinfektionsmittelbeständig und pilzhemmend
Insbesondere für stark beanspruchte Fugen in Hygienebereichen wie Schwimmbädern, Krankenhäusern und Hotels eignet sich laut Hersteller die Produktlösung von Tangit. Der „S2500 Schimmelblocker“ sei Tangit zufolge pilzhemmend, sowie reinigungs- und desinfektionsmittelbeständig und bietet zweimal längeren Schutz vor Schimmel als herkömmliche Produkte. Der neutralvernetzende Silikon-Dichtstoff ist dauerelastisch und in den Farben Weiß und Silbergrau erhältlich. Vom Institut Fresenius wurde das Produkt als „bestes Sanitär Silikon seiner Klasse“ im Kriterium Schimmelschutz-Klasse ausgezeichnet.
