Steuern sparen beim Sanieren: Jetzt auch mit Fliesenarbeiten
Durch das Einbeziehen zusätzlicher Berufsgruppen werde das „Potenzial zur Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen vergrößert“, so der ZDB. (Foto: Pixabay)

Betrieb

16. February 2021 | Teilen auf:

Steuern sparen beim Sanieren: Jetzt auch mit Fliesenarbeiten

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger zählen jetzt auch zu den Fachunternehmen, für deren Leistungen Hausherren Steuerermäßigungen bei energetischen Sanierungsmaßnahmen geltend machen können. Die Bundesregierung hat die entsprechende Verordnung geändert. (Foto: Pixabay)

Auch Betonstein- und Terrazzohersteller sind in der „Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes“ als Fachunternehmen aufgenommen worden. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Fliesenleger-Handwerk und das Werksteinhersteller-Handwerk nunmehr als ‚Fachunternehmer‘ im Sinne der steuerlichen Förderung zur energetischen Gebäudesanierung gelten. Die Bundesregierung setzt damit ein wichtiges Signal zu Anerkennung der beiden Berufszweige, nachdem bereits im letzten Jahr die Rückführung in die Anlage A der Handwerksordnung erfolgt ist“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, die neue Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (ESanMV).

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe hatte sich intensiv dafür eingesetzt, dass in der Verordnung der Begriff des „Fachunternehmers“ auch auf Fliesenleger und Betonwerkstein- und Terrazzohersteller ausgedehnt wird. Damit die Hausherren die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung nach § 35c Einkommensteuergesetz geltend machen können, müssen nach wie vor die entsprechenden Anforderungen erfüllt sein.

Bis zu 40.000 Euro können Hausherren geltend machen

Mit der Änderungsverordnung werden die im Jahr 2020 vorgenommenen Änderungen bei den Gebäudeförderprogrammen des Bundes auch für die steuerliche Förderung umgesetzt. Somit können bei Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung 20 Prozent der Aufwendungen (maximal 40.000 Euro pro Wohnobjekt), verteilt über drei Jahre, steuerlich verrechnet werden. Insgesamt gilt die Förderung für Baumaßnahmen, die bis zum 31. Dezember 2029 begonnen wurden.

„Das Baugewerbe steht bereit, den Gebäudebestand in Deutschland energetisch zu sanieren und so einen Beitrag zur Klimawende im Gebäudesektor zu leisten. Allerdings ist, um die Sanierungsquote deutlich zu steigern, eine gemeinsame Kraftanstrengung notwendig. Daher ist es gut, dass durch die Einbeziehung der zusätzlichen Berufsgruppen das Potenzial zur Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen vergrößert wird“, so Pakleppa.

ww.zdb.de