Mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent im Inland zum Jahresende 2011 hat die Sopro Bauchemie das Geschäftsjahr beendet und ihre Marktposition weiter verbessert. Die Rede ist vom Umsatzrekord und die "magische Umsatzhürde" von 100 Millionen Euro im deutschen Geschäft sei überschritten. (Foto: sg)
Seit zehn Jahren gehört die Sopro Bauchemie zur Mapei Gruppe und spricht im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2011 von einem Umsatzrekord. "Gemeinsam mit unseren Schwestergesellschaften Rasco Bitumentechnik und Mapei Germany kommen wir im Gesamtgruppenumsatz deutlich über die 200 Millionen Euro Grenze und haben damit in vielen Bereichen eine Spitzenposition in den Feldern unserer Aktivitäten erreicht", erklärt Geschäftsführer Andreas Wilbrand zufrieden.
Damit dürfte sich die Sopro Bauchemie in 2011 besser als der Gesamtmarkt entwickelt haben im Vergleich zum Wachstum des Fliesenabsatzes in Deutschland in jedem Fall, im Vergleich zum generellen Marktwachstum ebenfalls. Dabei dominiert das Produktsortiment "Fliesentechnik" mit etwa 80 Prozent nach wie vor den Gesamtumsatz des Unternehmens.
Marktposition weiter ausgebaut

"Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Produkte der Fliesentechnik auch mengenseitig deutlich zulegen konnten, obwohl die Marktmenge an Keramik mit zirka 113,6 Millionen Quadratmetern in 2011 vermutlich ‚nur‘ eine Steigerung von rund 3,6 Prozent verzeichnete, zeigt sich, dass wir in Deutschland unsere Marktposition weiter ausbauen und festigen konnten", fasst Andreas Wilbrand zusammen. "Unsere Marktanteile im Fachhandelsmarkt, der nach allgemeiner Einschätzung etwa 60 bis 65 Prozent des Gesamtmarktes repräsentiert und den wir in einer klaren Vertriebsstrategie bearbeiten, liegen in der Fliesentechnik bei etwa 20 Prozent."
Dabei bleibt die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte mit nachvollziehbaren Anwendungsvorteilen eine beständige Notwendigkeit und Herausforderung für das Gelingen von permanentem Wachstum auch in besetzten Märkten. Zudem sollen die ergänzenden Produktsortimente aus dem Baustoff- und GaLa Bereich weiter forciert und ausgebaut werden.
Prognose für 2012 und 2013 positiv

Der Ausblick auf das Restjahr 2012 und 2013 basiert auf der aktuellen Stimmungslage bei Händlern und Verarbeitern: Sie ist hervorragend. Das trifft nicht für jede Region und für uneingeschränkt jede Produktgruppe zu, trotzdem zeigen sich generell im Bereich der Renovierung und Sanierung und im Neubausektor des Wohnungsbaus sehr positive Impulse. Die hohen Genehmigungszahlen aus den letzten beiden Jahren sorgen für positive Perspektiven für die Gebäudefertigstellungen in 2012.
Der private Verbrauch wird sich in 2012 mit einem Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entwickeln. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 2011 mit 1,5 Prozent ein starkes Wachstum zu verzeichnen war. Aufgrund der niedrigen Arbeitslosigkeit, der allgemein hohen Tarifabschlüsse und der weiterhin guten Wirtschaftsperspektiven ist auch in 2013 mit weiterer Zunahme des Konsums von über einem Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro auszugehen. Die Prognose des BIP für 2012/2013 aus den Frühjahrsgutachten lässt ebenso auf einen weiter anhaltenden Wirtschaftsaufschwung in den nächsten beiden Jahren hoffen auch wenn die Wachstumsraten im Vergleich zu 2011 (+3 Prozent) etwas zurückgehen.
Immobilien als attraktive Vermögensanlage

"Wir erkennen an den aktuellen Baugenehmigungszahlen und den Fertigstellungsprognosen, dass künftig im Wohnungsbau weiterhin verstärkt investiert wird", fasst Wilbrand zusammen. "Die Immobilie hat als Vermögensanlage auch aufgrund niedriger Hypothekenzinsen deutlich an Attraktivität gewinnen können und bleibt damit Treiber einer anhaltend positiven Prognose unseres Geschäftes."
Aktuell zeigen das dominierende Sopro-Inlandsgeschäft und der Export kräftiges Wachstum, was die Wiesbadener ein erneut positives Umsatzjahr 2012 erwarten lässt. "Wir sind grundsätzlich überzeugt, dass Bauinvestitionen in Neubauprojekte und Konsumausgaben für Renovierungs- und Sanierungsvorhaben weiterhin kräftig ausgeweitet werden", so das Fazit.
Internationale Aktivitäten der Gruppe
Die Sopro-Gruppe mit insgesamt 535 Mitarbeitern besteht aus der deutschen Sopro Bauchemie GmbH als Mutter- und Führungsgesellschaft und ihren Tochtergesellschaften in Polen, Österreich, Ungarn, Tschechien, Niederlande und der Schweiz (Zweigniederlassung).
Alle Gesellschaften zusammen sind in mehr als 20 Ländern Europas in der Vermarktung bauchemischer Produkte tätig. Dabei verfügen die Gesellschaften in Deutschland, Österreich und Polen über eigene Produktionskapazitäten. Die übrigen Gesellschaften in Ungarn, Tschechien, Niederlande und der Schweiz sind reine Vertriebsgesellschaften und werden über die erstgenannten Gesellschaften versorgt.
"Auch wenn sich die Angebote unserer Ländergesellschaften im Detail unterscheiden, weil sie landesspezifischen Anforderungen Rechnung zu tragen haben, so folgen sie jedoch bewährten Grundsätzen", erläutert Geschäftsführer Michael Hecker. "Das sind die Erhöhung der Markenbekanntheit durch eine klare Markenstrategie, ein marktgerechtes Produktsortiment (technisch wie preislich), das sich an den hohen Anforderungen professioneller Verarbeiter orientiert, sowie ein auf die Bedürfnisse der Zielgruppen ausgerichtetes Marketing, verbunden mit einem eindeutigen Bekenntnis zum Vertriebsweg."