Viele Haftverbundschäden bei Fliesen- und Plattenbelägen gehen auf eine falsche Beurteilung und Vorbehandlung von Untergründen zurück. Zudem gibt es auf Baustellen häufig unterschiedliche Auffassungen darüber, ob und wie eine mechanische Vorarbeit wie beispielsweise Schleifen von Estrich durchgeführt werden muss. Antworten auf diese Fragen gibt der neueste Sopro Technik-Newsletter „Das 4 x 4 der Bauchemie“. (Bild: Sopro)
Darin geht es um „Baustellengerechte Beurteilung, Grundierung und mechanische Vorbehandlung von Estrichoberflächen/Untergründen“ – ein im wahrsten Sinne grundlegendes Thema, denn: Voraussetzung für die Dauerhaftigkeit eines jeden Fliesen- und Plattenbelages ist ein tragfähiger Untergrund mit fester Oberfläche. Wenn Untergrundoberflächen nicht ausreichend fest und stabil sind, entsteht keine ausreichende Verbindung zum nachfolgenden Produktsystem, wie zum Beispiel zu einer Ausgleichsmasse, einer Flächenabdichtung oder dem Fliesenkleber mit Fliesenbelag.
Die Prüfverfahren für den Untergrund sind vielfältig. Sie reichen von der „Inaugenscheinnahme“, der „Wischprüfung“ und der „Ritz- und Kratzprüfung“ über die „Klopfprüfung“ und die „Benetzungsprüfung“ bis hin zur „Haftzugprüfung“. Unterschiedlich ist auch die empfohlene Grundierung – je nach Art des Untergrunds beziehungsweise des verwendeten Verlegemörtels. Beim mechanischen Vorbehandeln des Untergrunds gilt es insbesondere beim Schleifen, die unterschiedlichen Arten wie „Anschleifen“, „Reinigungsschleifen“, „Abschleifen“ oder „Kugelstrahlen“ und „Fräsen“ zu beachten. Fakt ist, so Sopro: Durch die richtigen mechanischen Vorbehandlungsmaßnahmen und den Einsatz abgestimmter Grundierungen und Haftvermittler lassen sich die Eigenschaften von Untergründen zur Aufnahme von Belägen erheblich verbessern. Allen voran geht jedoch die Prüfung und Beurteilung der jeweiligen Oberflächen.
Das „4 x 4 der Bauchemie“ steht zum Download zur Verfügung oder kann telefonisch unter 0611/1707-0 angefordert werden.
