Baukonjnuktur
Die Bauwirtschaft geht mit einem Arbeitsvolumen-Plus von 2,9 Prozent ins neue Jahr 2015. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

2015-03-09T00:00:00Z Soka-Bau: Bauwirtschaft startet gut ins Jahr 2015

Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Januar saisonbereinigt um 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen ist. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Laut der Soka-Bau ist das Arbeitsvolumen in der Bauwirtschaft im Januar saisonbereinigt um fast drei Prozent (2,9) gestiegen. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank im Januar jedoch weiter, und zwar um ein Prozent gegenüber dem Dezember 2014, während die Bruttolohnsumme im Januar stagnierte.

Das Arbeitsvolumen hat damit den Rückgang des Vormonats mehr als ausgeglichen und das höchste Niveau seit April vergangenen Jahres erreicht. Die milde Witterung hat sich dabei fortgesetzt und die Baukonjunktur wohl begünstigt: laut Daten des Deutschen Wetterdienstes war der Januar 2015 sogar etwas wärmer als der Januar des Vorjahres, brachte dafür aber auch etwas mehr Niederschlag. Im Rahmen des ifo Konjunkturtests beklagten entsprechend relativ wenige Unternehmen witterungsbedingte Behinderungen der Bautätigkeit. Die vorlaufenden Indikatoren deuten an, dass die Bauwirtschaft in diesem Jahr zunächst mit gemäßigtem Tempo weiter expandiert. Zwar sind die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe zuletzt drei Monate in Folge gestiegen, die Baugenehmigungen im Hochbau sind zuletzt allerdings rückläufig gewesen (-7,2 Prozent im November gegenüber dem Vormonat).

Rahmenbedingungen bleiben gut

Grundsätzlich sind die Rahmenbedingungen für die Baukonjunktur aber nach wie vor positiv. So hat die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank neuerlichen Druck auf die Zinsen ausgeübt, was insbesondere die Wohnungsbaukonjunktur begünstigt. Die deutschen Haushalte und Unter-nehmen werden darüber hinaus durch die deutlich gesunkenen Energiepreise entlastet, was sich bereits in verbesserten Stimmungsindikatoren niederschlägt. Schließlich profitiert die exportorientierte Industrie von dem gesunkenen Außenwert des Euro, was tendenziell die Unternehmensinvestitionen und damit auch den Wirtschaftsbau belebt. Lediglich der öffentliche Bau dürfte in diesem Jahr keine Impulse liefern, das von der Großen Koalition geplante Investitionsprogramm in Höhe von 15 Milliarden Euro soll ohnehin erst im kommenden Jahr beginnen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes rechnen vor diesem Hintergrund für dieses Jahr mit einem Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr bei konstanter Beschäftigung.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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