Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft übermittelten Beitragsmeldungen habe ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Juni saisonbereinigt um 6,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen ist, meldet die SOKA-Bau. Im Mai war das Arbeitsvolumen noch um rund 5 Prozent geschrumpft. (Grafik: SOKA-Bau)
Damit sei das Arbeitsvolumen auf den höchsten Wert seit Februar gestiegen. Allerdings sind parallel die Arbeitsstunden gegenüber dem starken ersten Quartal insgesamt zurückgegangen, so die SOKA-Bau. Die verfügbaren Indikatoren deuteten darauf hin, dass sich die Baukonjunktur in den kommenden Monaten positiv entwickelt. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe seien im Mai um 3,5 Prozent gestiegen und hätten damit das höchste Niveau seit 15 Jahren erreicht.
Darüber hinaus hat der vom Ifo Institut erhobene Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe im Juli ein neues Allzeithoch erreicht. Lediglich die mittelfristigen Aussichten haben sich etwas eingetrübt: die Baugenehmigungen im Hochbau sind im Mai den dritten Monat in Folge gesunken (minus 5,5 Prozent gegenüber dem Vormonat), in allen Bausparten war ein Rückgang zu verzeichnen. Grundsätzlich bleiben die Rahmenbedingungen aber günstig, insbesondere für den Wohnungsbau.
Die Zinssätze für neu vergebene Hypothekenkredite haben im Juni erneut nachgegeben und bewegen sich nahe ihres Allzeittiefs aus dem vergangenen Jahr. Ferner profitieren die privaten Haushalte von der guten Einkommenssituation, die Zahl der Erwerbstätigen ist im Juni weiter gestiegen. Darüber hinaus trübt das Votum über den Brexit die Stimmung in der Baubranche nur leicht und im öffentlichen Bau sorgt der soziale Wohnungsbau für höhere Investitionen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um gut 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
