
2018-03-22T00:00:00Z Sicherheit und Komfort
Barrierefreies Wohnen ist mehr als das umgebaute Badezimmer mit bodengleicher Dusche oder der Treppenlift, sondern umfasst nach Ansicht der Experten alle Lebensphasen. Das muss aber in der öffentlichen Diskussion bewusster gemacht werden. Die „Raesfelder Tagungen“ wollen dazu beitragen. (Foto: Schlüter-Systems)
Beim barrierefreien Bauen und Wohnen wird oft zuerst daran gedacht, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen das Alltagsleben zu erleichtern. Nicht nur Fachleute wissen, dass es bauliche Hindernisse in allen Lebensphasen und -bereichen gibt. Barrierefrei bedeute deshalb Sicherheit und Komfort, das machte die Veranstaltung „Barrierefrei im privaten Wohnungsbau“ in der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld deutlich. Das Anforderungsprofil für „barrierefrei“ sei bei Eltern mit kleinen Kindern oft ähnlich wie bei älteren Menschen mit körperlichen Einschränkungen, erläuterte Werner Hagemann. Als besonders augenfälliges Beispiel nannte der Meister im Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk den fehlenden oder nur schwer zugänglichen Platz für den Kinderwagen oder den Rollator – in Haus und Wohnung ebenso wie in vielen Hotels, Apotheken und Arztpraxen oder im öffentlichen Bereich. Der Handwerksmeister sieht einen „Reifungsprozess“ – und der müsse in Gang kommen.
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