Ein Kompetenzkreis setzt sich für eine hohe Qualität bei der Verlegung eines keramischen Systembodens ein, bei dem überstarke Feinsteinzeugfliesen per Rüttelverlegung in ein frisches Mörtelbett eingebracht werden. Nach dem Gründungsjahr zieht der "Kompetenzkreis Keramische Systemböden e.V." eine positive Bilanz. (Foto: KKS)
Am 15. Juli 2010 haben sieben Gründungsmitglieder den "Kompetenzkreis Keramische Systemböden e.V." (KKS) aus der Taufe gehoben. Damit wollten sie die Qualität eines Systembodens steigern und die Akzeptanz der Arbeit sowie der Produkte rund um diesen Systemboden anheben. Der Systemboden, für den der neue Kompetenzkreis eintritt, besteht laut dessen Homepage aus überstarken Feinsteinzeugfliesen mit Stärken von 12 bis 15 mm, die mit der Rüttelverlegung eingebracht und verdichtet werden.
Robustes Feinsteinzeug und direkte Verdichtung
Die Kombination aus dem robusten Feinsteinzeugbelag und der direkten Verdichtung mit dem Estrichmörtel soll einen sehr planen, stabilen und schnell begehbaren Boden erschaffen. Durch das Rüttelverfahren seien zudem sehr hohe Verlegeleistungen möglich. Am Tag können so nach Angaben des Kompetenzkreises mehrere hundert Quadratmeter Estrich erstellt, Fliesen darin verlegt und direkt verfugt werden.
Im Rückblick beschreibt der Kompetenzkreis sein erstes Jahr und vor allem seine Entwicklung im Markt als großen Erfolg: Man habe qualifizierte Unternehmen aus der Branche als Mitglieder gewinnen können, die Zusammenarbeit sei konstruktiv, innovativ und erfolgreich. Neben bekannten Verlegeunternehmen habe der KKS innerhalb des ersten Jahres auch namhafte Hersteller und andere Industrieunternehmen als Mitglieder begrüßen können.
Mittlerweile gebe es viele neue Beitrittsanfragen, die aufgrund der Voraussetzung des hohen Qualitäts-Standards nicht alle angenommen werden könnten, betont der Kompetenzkreis. "Jede Firma wird bei uns ernst genommen und alle Unternehmen, die ruhigen Gewissens von sich sagen können, dass sie eine gute und qualitativ hochwertige Leistung abliefern, brauchen keine Bedenken haben, dass sie bei uns abgelehnt werden könnten", erklärt Jörg Scholle, Vorstand des KKS.
Pool von empfehlenswerten Dienstleistern
Ziel sei es, dem Endkunden einen Pool von Dienstleistern empfehlen zu können, bei denen garantiert ist, dass die Arbeit und die Materialien einer sehr guten und geprüften Qualität entsprechen, so der KKS-Vorstands. Die Qualitätsprüfung in Form der "3-Stufen-Prüfung" zeige, dass der KKS dem Endkunden und den Mitgliedern einen Standard bietet, den es bisher in dieser Form nicht gibt.

Zum Ausblick schreibt der KKS, dass die Überwachung der Arbeits- und Produktleistung in den kommenden Jahren konsequent weiterverfolgt werden soll. Zudem will der Kompetenzkreis weitere Mitglieder aufnehmen. Zertifizierte KKS-Mitglieder könnten die Vorteile des KKS-Gütesiegels als Wettbewerbs- und Innovationsvorsprung im Markt nutzen. Noch in diesem Jahr soll es zudem neue Anwendungs-Unterstützungen geben, angedacht sind dazu Kooperationen mit Berufsschulen und Facheinrichtungen.
Der "Kompetenzkreis keramische Systemböden e.V."
Der "Kompetenzkreis Keramische Systemböden e.V." (KKS) besteht nach eigenen Angaben aus qualifizierten Mitgliedern, welche die hohe Qualität eines verdichteten, keramischen Systembodens garantieren. Zu den Mitgliedern zählen demnach fachkundige Hersteller aus der Keramikindustrie, Architekten, Planer sowie weitere qualifizierte Industrieunternehmen und Verleger.
Der KKS entwickelt und zertifiziert gemeinsam mit öffentlichen Baustoffprüfstellen und Prüfinstituten neue Möglichkeiten der Verlegung und überwacht die Material- sowie Arbeitsqualität. Zudem empfiehlt er geeignete Unternehmen, erstellt Ausschreibungen sowie Gutachten für keramische Systemböden und fördert schwerpunktmäßig junge Nachwuchskräfte des keramischen Handwerks. Die Mitglieder führen das Logo des Vereins als Gütesiegel, welches für Qualität, Sicherheit, Innovation und Wirtschaftlichkeit stehen soll.