Die Lage am Bau in Rheinland-Pfalz ist hervorragend: Der Umsatz der Baubetriebe ist 2018 um 16 Prozent gestiegen, die Betriebe hatten 10 Prozent mehr Aufträge. Das meldete die Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz beim Tag der Bauwirtschaft in Mainz. (Grafik: Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz)
Entsprechend seien neue Arbeitsplätze geschaffen worden, 41.500 Mitarbeiter zählte das Bauhauptgewerbe in Rheinland-Pfalz 2018. Diese Bergfahrt soll sich 2019 fortsetzen – die Branche rechne mit einem weiteren Umsatzwachstum von 6 Prozent. Konjunkturtreiber seien nicht zuletzt die niedrigen Zinsen.
Der Wohnungsbau werde stabil bleiben, allerdings würden nach wie vor weniger Wohnungen gebaut als benötigt. Im Wirtschaftsbau könnten Investitionen angesichts unsicherer Zukunftserwartungen heruntergefahren werden. Hier könne sich auch der Handelskrieg der USA negativ auswirken.
Für den Bereich der Verkehrsinfrastruktur bestehe politischer Konsens, dass mehr investiert werden müsse – allerdings hätten die Haushalte noch lange nicht die notwendige Investitionsquote erreicht.
„Die Baubranche kann derzeit mit durchweg guten Aussichten in der Zukunft sehen. Völlig sorgenfrei ist dieser Blick aber nicht, denn wir haben höhere Arbeitskosten, kräftig gestiegene Materialpreise und höhere Kosten durch staatliche Regulierungen“, kommentiert Frank Dupré, Präsident der Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz
Die Baubranche fordert deshalb
- zügigere und unbürokratische Genehmigungsverfahren,
- Bereitstellung von günstigem Bauland,
- Kostensenkung durch Reduzierung von Auflagen sowie eine
- Reduzierung der Grunderwerbssteuer.
Dupré weiter: „Das größte Problem unserer Branche ist derzeit der Fachkräftemangel. Jedes Jahr scheiden mehr Mitarbeiter altersbedingt aus unserer Branche aus, als junge Kräfte nachwachsen.“
Den Mangel an Nachwuchs geht die Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz jetzt mit einer Werbekampagne an: Mit einem „Bau-Sprinter“ wird an Schulen für Bauberufe geworben.
