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"Pietra" von Rako in grau (Fotos: Rako)

2013-02-27T00:00:00Z Rako: 130 Jahre Fliesentradition

Auf 130 Jahre Fliesentradition blickt die tschechische Marke Rako in diesem Jahr zurück. Eine wechselvolle Ära keramischer Entwicklungs- und Produktionsleistung, die von Höhen und Tiefen geprägt war, gleichzeitig aber auch von gestalterischen Glanzleistungen und zukunftsorientiertem Denken. (Fotos: Rako)

"Bemerkenswert ist unsere historische Verbundenheit mit Künstlern und Architekten", so Ulrich Nagel, Vertriebsleiter für Westeuropa: "Sie hat unsere Geschichte geprägt, viele einzigartige keramische Arbeiten hervorgebracht und gilt uns heute als Verpflichtung." Sowohl im Objekt- als auch im Wohnbereich setzt das Tochterunternehmen der österreichischen Lasselsberger-Gruppe nach eigener Aussage deshalb heute wie damals auf modernste technische Machbarkeit und individuell anspruchsgerechtes Design.

Es sind die international berühmten Bauwerke wie das Gemeindehaus und das Hotel Imperial in Prag, das Amalienbad in Wien, das Parlamentsgebäude in Helsinki, der Hollandtunnel in New York oder die Villa Tugendhat in Brno (Brünn), die sich mit der Geschichte der Fliesenmarke Rako in besonderer Weise verknüpfen. Ob Jugendstil oder Bauhaus, ob farbintensive plastische Reliefs oder zartschimmerndes, schmalfugig verlegtes Weiß auf ganzer Fläche Fliesen aus Rakovnik (daher der Markenname) waren ihrer Zeit oft genug weit voraus.

Aktuell stehen die Programme "Rako Home" für Wohnkeramik und "Rako Object" für Architekturkeramik im Fokus des Markenkonzepts. Großformatige Wand- und Bodenfliesen und Dekorationstechniken wie beispielsweise das Incjet-Verfahren spielen dabei eine wichtige Rolle. Und auch die übergreifend angelegte Aufstellung des Basissortiments nach dem Baukastenprinzip setzt neue Akzente.

Highlights aus 130 Jahren Firmenhistorie

Derzeit konzentriert sich die Produktion der Lasselsberger-Tochter größtenteils auf zwei Betriebe: Das Werk in Rakovnik, in dem Wandfliesen und glasierte wie unglasierte Bodenfliesen hergestellt werden, und Chlumčany, das durch die Installation neuer Technologien zur modernsten Produktionsstätte für Rako-Bodenfliesen avancierte. Mit einer Kapazität von 10,5 Millionen Quadratmetern (bei einer Gesamtkapazität von 27 Millionen Quadratmeter) jährlich gilt Chlumčany gleichzeitig als der größte und älteste Produktionsbetrieb des Unternehmens. Mit seinen Produktionen hat das Unternehmen in 130 viele architektonische Highlights geprägt.

Hotel Imperial Prag

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Das Café im Hotel Imperial

1914 erbaut und 2007 nach aufwändiger Restaurierung wiedereröffnet, zählt das Hotel Imperial zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Prags. Der ursprüngliche Plan, "künftigen Generationen ein Werk zu übergeben, das keinen zeitlichen Veränderungen unterliegt und in seinen Farben beständig ist", ging hier unübersehbar auf. Wände, Säulen und Decken vor allem im Cafè-Bereich, aber auch im Treppenhaus und Entree, in Fluren und Räumen des Hotels sind raumhoch mit kostbaren Fliesenarbeiten geschmückt. Planer und Künstler orientierten sich dabei an Motiven aus Ägypten sowie dem Mittleren und Nahen Osten. Rako lieferte nicht nur die Ursprungsfliesen, sondern war auch an der aufwändigen Renovierung vor sechs Jahren maßgebend beteiligt.

Gemeindehaus - Prag

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Wandbilder im Gemeindehaus in Prag

Eines der bekanntesten und bedeutendsten Jugendstil-Bauwerke der tschechischen Hauptstadt ist das Gemeindehaus. 1912 fertiggestellt gilt es heute als einzigartig harmonische Verbindung zwischen den architektonischen und künstlerischen Stilen des ausklingenden 19. Und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Rako-Fliesenflächen des großzügigen Haupttreppenhauses zeigen Intarsien, Reliefs und Ansichten des alten Prags. Im Souterrain zählen der Fußboden mit seinem einzigartigen Ornament, die amerikanische Bar und das Pilsener Restaurant mit seinen keramischen Wandbildern zu den sehenswerten Kunstwerken.

Villa Tugendhat Brno (Brünn)

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Bad in der Villa Tugendhat

Die Villa der Eheleute Tugendhat entstand 1928-1929 nach den Plänen von Mies van der Rohe. Der Architekt realisierte damit eines der seinerzeit fortschrittlichsten, innovativsten und teuersten Einfamilienhäuser weltweit. Für die Herstellung der weißen Fliesenrepliken von Rako für Bäder, Küche und Fußböden wurde auf spezielle Rezepturen und Brennverfahren zurückgegriffen. Außerdem wurde die ursprüngliche, mehr als 80 Jahre alte Kalibriermaschine reaktiviert und zum Glätten der Fliesenkanten eingesetzt - Voraussetzung für die hohe Maßgenauigkeit der Keramik und damit für eine Verlegung mit besonders schmaler Fuge.

Amalienbad Wien

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Das Amalienbad

Mit dem Amalienbad (errichtet 1923-25) hat Wien seit fast 90 Jahren ein architektonisches Juwel und gleichzeitig eines der größten Bäder Europas. Opulent geschmückt nach dem Beispiel antiker römischer Thermen wurde es mit einer Vielzahl an raffinierten Details ausgestattet. Vieles zerstörte der Zweite Weltkrieg, aber das ursprüngliche Aussehen des Foyer-, Hauptbecken- und Saunainterieurs blieben fast vollständig erhalten. Speziell die Damensauna beeindruckt. Wände und Fußböden sind mit buntem Rako-Mosaik verkleidet. Ein rundes Wasserbecken ist mit kompliziertem Ornamentmosaik verziert. Gusskeramik schmückt die Reliefsäulen als dekoratives Element, entwickelt eigens für das Amalienbad. Bunte Mosaike bilden großflächige Figuren an Wänden und auf Fußböden des Eingangsbereichs.

www.rako.eu

zuletzt editiert am 11. März 2021
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