Drei Fincibec-Kollektionen wurden jetzt mit dem Zertifikat "Zero CO2 Emission" ausgezeichnet. (Foto: Fincibec)
Der Emissionshandel hat die italienische Fliesenindustrie erreicht. Die Gruppe Fincibec hat von den beiden Organisationen Venus Carbon Neutral und Carbonfund Anteile erworben, mit denen Wiederaufforstungsprojekte in den USA und Uganda sowie ein Projekt für alternative Energiegewinnung aus Biogas in Indien finanziert werden.
Die Anteile wurden über die Emissionsbörse Chicago Climate Exchange (CCX) abgewickelt. Die erworbenen Anteile so genannte "Carbon offsets" entsprechen einer Menge von insgesamt 1.133 Tonnen Kohlendioxyd. Da die Gruppe Fincibec in ihren Werken bereits jetzt schon weniger Schadstoffe in die Luft emittiert, als sie eigentlich dürfte, werden ihr diese Mengen gutgeschrieben beziehungsweise abgezogen. Das internatonale Prüf- und Zertifizierungsunternehmen Bureau Veritas hat folglich drei Kollektionen der Gruppe mit dem Zertifikat "Zero CO2 Emission" Nullemission ausgezeichnet. Hierbei handelt es um die Produkte "Geotech" und "Ethnos" von Monocibec, "Darwin Cross Over" von Century und "Greenway" von Naxos.
Die Fincibec Gruppe fertigt mit 500 Mitarbeitern rund 8 Millionen Quadratmeter Keramikfliesen. Der Umsatz beläuft sich auf circa 100 Millionen Euro. Umweltschutz ist für das Unternehmen kein neues Thema. Vielmehr investiert man seit Jahren in effiziente Anlagen und Ressourcen schonende Fertigungsverfahren. So sind verschiedene Produkte bereits nach ANAB der italienischen Gesellschaft für biologisches Bauen zertifiziert.
Anläßlich der Cersaie 2009 gab Fincibec bekannt, dass die produzierten Keramikfliesen im Durchschnitt zu mehr als 40 Prozent aus recyceltem Materialien bestehen. Auch dies wird durch ein Zertifikat des Bureau Veritas belegt.
