Badewanne mit begehbarer Dusche
Das Siegerbad des Jahres 2021 (Quelle: Hecht Fliesen & mehr)
17. February 2022 | Teilen auf:

Sanierungspreis: Das ist der Gewinner in der Kategorie Fliesen

Zum zweiten Mal war beim Sanierungspreis der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller wieder die Kategorie Fliesen dabei. Nach Michèl Müller aus Oldenburg im letzten Jahr bestimmte diesmal die Jury einen Unternehmer aus Süddeutschland zum Gewinner: Pierre Hecht aus Gundremmingen.

Den Sanierungspreis 2021 hat Pierre Hecht mit einer Badsanierung mit XXL-Fliesen gewonnen. Das kommt nicht von ungefähr: „Als ich vor fünf Jahren auf der Cersaie in Bologna war, beeindruckten mich die riesigen Fliesenformate“, erklärt Hecht seine Eindrücke bei der italienischen Keramikmesse im Gespräch mit der Redaktion. Er sagte seinen Mitarbeitern, dass sie das Geschäftsmodell von Grund auf neu ausrichten. „Ab morgen arbeiten wir nur noch mit Großformaten und im hochpreisigen Segment“, entschied Hecht.

Nahaufnahme: geflieste Nische im Bad
Sauber gearbeitete Details überzeugten die Jury des aktuellen Sanierungspreises. (Quelle: Hecht Fliesen & mehr)

Exklusive Sanierungen, vielleicht auch Möbelstücke aus Keramik selbst fertigen – das schwebte dem Unternehmer damals vor und das hat er in den zurückliegenden fünf Jahren auch umgesetzt. Rund 85 Prozent der Aufträge betreffen in der Zwischenzeit Arbeiten mit Großformatfliesen.

Dabei erledigt die Firma Hecht Fliesen & mehr ihr Tagesgeschäft in einem Umkreis von 100 Kilometern, bei Bedarf agiert man aber auch europaweit, wie etwa ein Auftrag im südfranzösischen St. Tropez beweist. Mittlerweile beschäftigt der 34jährige Familienvater in seinem 2010 gegründeten Betrieb vier Gesellen und einen Stuckateurmeister sowie zwei Bürokräfte.

sitzender Mann
Pierre Hecht stellte vor fünf Jahren sein Angebot auf Großformatfliesen um. (Quelle: F+P Fliesen und Platten/msd)

Bemusterung vor Ort in Italien

Das Bad, mit dem Hecht den Sanierungspreis gewonnen hat, liegt unweit des eigenen Firmensitzes. Und wie kam es zu dem Auftrag? „Die Familie Deisenhammer zählte bereits zu unserer Stammkundschaft, als sie uns den Auftrag zur Sanierung ihres Bads gaben“, erklärt Pierre Hecht. Das in den 80er-Jahren gebaute Haus befand sich in einem guten Zustand, allerdings wünschten sich die Bauherren ein moderneres Badezimmer – und Hecht lieferte. Auf den Boden wurden FMG-Fliesen im Format 1,50 x 1,50 Meter verlegt, die Wände mit Fliesen im Format 3,00 x 1,50 Meter bekleidet – ebenfalls aus dem Sortiment von FMG.

Badezimmer mit Waschtisch und Badewanne
Zu den Herausforderungen im Bad zählten unter anderem unterschiedliche Dachneigungen mit Sichtbalken. (Quelle: Hecht Fliesen & mehr)

„Die Bemusterung führten wir mit den Auftraggebern im FMG-Showroom durch, wofür wir eigens ein Wochenende in Italien verbrachten“, erläutert Hecht. Dann ging es an die Umsetzung: Zum Leistungsumfang zählten neben den Putz-, Estrich-, Abdichtungs- und Fliesenarbeiten die komplette Badplanung inklusive Lichtkonzept. Die besondere Herausforderung: Zwei unterschiedliche Dachneigungen mit Sichtbalken und kein einziger 90 Grad-Winkel in dem Raum erforderten schon einiges an Expertise.

Außer der Firma Hecht Fliesen & mehr waren noch ein Schreiner und ein Installateur in das Projekt involviert; nach rund acht Wochen konnten die Handwerker Vollzug vermelden und das fertige Bad den zufriedenen Auftraggebern präsentieren.

Weiteres Wachstum geplant

Das relativ junge Unternehmen aus Baden-Württemberg will sich weiterhin entwickeln. „Wir wollen definitiv noch weiter wachsen“, betont Hecht und nennt dabei die Stichworte SHK-Bereich, Projekte aus einer Hand und einen virtuellen Showroom. Gerade bei dem letztem Punkt setzt Hecht auf die Unterstützung des Teams Christian Zinser, Digitalisierungsexperten für das Handwerk (einen Beitrag zum Team Christian Zinser finden Sie in unserer Ausgabe 7/2021 ab Seite 31). Die Redaktion von F+P Fliesen und Platten wünscht viel Erfolg dabei und sagt „Herzlichen Glückwunsch“ zum Gewinn des Sanierungspreises!

zuletzt editiert am 17.02.2022