Stapel mit Münzen auf einem Tisch
Die Preise im Wohnungsbau sind aktuell auf einem Höchstwert seit 1970. (Quelle: Pixabay)

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23. July 2022 | Teilen auf:

Preissteigerungen am Bau belasten die Baukonjunktur

Die Preise im Wohnungsbau sind laut Statistischem Bundesamt im Mai 2022 um 17,6 Prozent gegenüber Mai 2021 gestiegen. Das führt zu Auftragsrückgängen und Stornierungen, so der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Man beobachte derzeit in allen Bausparten teilweise heftige Preissprünge –auch im öffentlichen Bau und Wohnungsbau. Im Vergleich zum Februar 2022 erhöhten sich die Baupreise im Mai um 6,6 Prozent. Man habe den höchsten Anstieg seit Mai 1970. Die Folgen von Inflation und Energiekrise hätten nun auch die Baubranche erreicht. „Bereits im April gingen die Auftragseingänge bei unseren Unternehmen zurück; und es gibt zunehmend Stornierungen von Aufträgen. Das betrifft derzeit vor allem den Wohnungsbau“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

Die öffentliche Hand ist daher gefordert, mit intelligenten Investitionsimpulsen gegenzusteuern und nicht Aufträge zurückzuhalten, bis die Preise wieder sinken.

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe

Die immens steigenden Baustoffkosten, die seriöse Kalkulationen für die Unternehmen immer schwieriger machen, zeigen laut ZDB, dass „schnellstens“ eine nationale Rohstoff- und Energiestrategie für verschiedene Baustoffe und Materialien benötigt werde. „Wir dürfen nicht länger von Importen abhängig sein. Deutschland muss alles dafür tun, um resilienter gegen Krisen zu werden. Ein nationaler Bau- und Rohstoffgipfel wäre dafür ein wichtiger erster Schritt.“

zuletzt editiert am 27.07.2022