Hauptmotiv: Zwei junge Handwerker in Arbeitskleidung stehen nebeneinander und posieren mit den Händen in der Hüfte neben einem schwarz-grau gestreiften, gefliesten Podest. Im Hintergrund ist eine Wand mit stilisiertem Bergmotiv und angetapete Skizzen oder Pläne zu sehen. Die Szenerie wirkt wie auf einer Messe oder bei einer Ausstellung von Bau-/Fliesenarbeiten.
Lukas BLos (l.) und Luis Brauner mit ihrem Wettbewerbsstück. (Quelle: FFN)

Veranstaltungen 2026-06-29T00:00:00Z PCI-AlpenCup: Deutsches Team erreicht Platz 3

Das Duo Lukas Blos und Luis Brauner hat beim diesjährigen PCI-AlpenCup im ABZ Ausbildungszentrum der Bauinnung Augsburg den dritten Platz geholt.

Nach dem fünften Rang beim letzten Wettbewerb 2024 in Bozen (Südtirol) steigerten sich die deutschen Fliesenleger damit deutlich. Der Sieg ging an das Team aus Frankreich vor der Schweiz. Insgesamt waren sieben Nationen bei dem dreitägigen Event angetreten.

Präzisionsarbeit unter Zeitdruck

„Die Aufgabe war durchaus anspruchsvoll“, so Bundestrainer Heiko Bayer-Oppelt, der die beiden deutschen Teilnehmer betreute. „Es musste eine Badewanne erstellt werden, mit einer erhöhten Sitz-und Liegefläche, die Fliesen im Format von 60 mal 120 Zentimetern zugeschnitten.“ Eine der Herausforderungen war das Verlegen der Fliesenstreifen von außen über die Ablage und die Rückwand. „Die Fugen mussten perfekt durchlaufen“, sagt der deutsche Teilnehmer Lukas Blos. Bundestrainer Heiko Bayer-Oppelt bestätigt dessen Einschätzung, „ja, und das war durchaus entscheidend für das Endergebnis“. Für ihr Werkstück bekamen die sieben Teams eine Zeitvorgabe von zwölf Stunden, am ersten Tag hatten sie drei Stunden für die Erstellung des Unterbaus.

Zwei Handwerker in roter Arbeitskleidung bearbeiten konzentriert einen großen rechteckigen Betonkasten in einer Werkstatt, glätten die Innen- und Außenflächen mit Werkzeugen und tragen Handschuhe; im Hintergrund ist eine Wand mit Bergmotiv zu sehen.
Luis Brauner und Lukas Blos tragen die mineralische Dichtschlämme auf, die sie anstelle einer Vlies-Butyl-Bahnabdichtung nutzen. (Quelle: FFN)

Duo trotzt der Hallen-Hitze

Das deutsche Team setzte zudem auf eine riskante, aber effektive Taktik: Als einzige Nation nutzten sie eine mineralische Dichtschlämme anstelle einer Vlies-Butyl-Bahnabdichtung. Die Oberfläche sei dadurch gleichmäßig und vor allem rauer geworden. Lukas Blos erklärt, dass diese Methode, die der strengen Norm für Swimmingpools entspricht, für eine gleichmäßig raue Oberfläche und somit für besseren Kontakt sorgte. Luis Brauner, der zweite deutsche Teilnehmer, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Dieser dritte Platz ist für uns ein schöner Erfolg. Die extrem hohen Temperaturen in den Werkhallen waren sehr belastend, diese Bedingungen haben uns nicht nur körperlich gefordert.“ 

Deutschland nimmt den Pokal beim nächsten AlpenCup ins Visier

Die Premiere des PCI-AlpenCups hatte 2021 das deutsche Team gewonnen, ein Jahr später erreichte Deutschland den fünften Platz, das Jahr darauf kamen die Teilnehmer auf Platz zwei, dann wieder auf den fünften Rang. Der nächste PCI-AlpenCup wird 2027 stattfinden. „Unser Ziel bleibt: Endlich wieder den Pokal nach Deutschland zurückholen“, gibt Bundestrainer Heiko Bayer-Oppelt das Ziel schon jetzt vor.

zuletzt editiert am 30. Juni 2026
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