Seinen Antrittsbesuch stattete der Bauminister Nordrhein-Westfalens, Harry K. Voigtsberger, nun dem Baugewerbeverband Westfalen ab. Dabei betonte er, dass der Sanierungsbedarf im Lande bei etwa drei bis vier Millionen Gebäuden liege. (Foto: Bauverbände)
Walter Derwald, Präsident des Baugewerbeverbands Westfalen, begrüßte am 4. November Harry K. Voigtsberger (SPD), Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zur Mitgliederversammlung im Baugewerbehaus in Dortmund: "Wir freuen uns, dass der Minister unser Angebot aufgegriffen hat, die Baupolitik des Landes persönlich vorzustellen".
Vor mehr als 70 Delegierten; Obermeister und Geschäftsführer der westfälischen Bauinnungen; stellte der Minister seine Vorhaben zur Tariftreue und zur Mittelstandsförderung vor. Besonders interessierten sich die anwesenden Bauunternehmer für die Förderung des Wohnungsbaus und der energetischen Gebäudesanierung.
200 Millionen Euro stelle die Landesregierung jährlich für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung, erklärte der Minister. "3 bis 4 Millionen Gebäude in NRW verbrauchen das vierfache an Energie eines modernen Hauses und müssen saniert werden", so der Minister weiter.
Baugewerbeverband fordert zusätzliche Anreize für private Investitionen
Der Baugewerbeverband fordert darum zusätzliche Anreize für private Investitionen in die Gebäudemodernisierung. Bei derzeitiger Förderpolitik werde die energetische Sanierung des Gebäudebestands in den nächsten hundert Jahren nicht abgeschlossen sein, sagte Präsident Derwald. "Wir lassen in Deutschland die größte uns zur Verfügung stehende Energiequelle außer Acht die Energieeffizienz", fügte er hinzu.
Neben günstigen Kreditzinsen sei eine wirksamere steuerliche Absetzbarkeit der Schlüssel zu mehr privaten Investitionen in die energetische Gebäudesanierung, unterstrich der Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Westfalen, Hermann Schulte-Hiltrop. Das "Erneuerbare Energiengesetz" sehe verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten vor, stecke zurzeit aber im Vermittlungsausschuss zwischen Bundesregierung und Ländern fest. "Mehr Investitionen in die energetische Gebäudesanierung bringen Konjunktur und Energiewende voran", so Schulte-Hiltrop.
Der Baugewerbeverband Westfalen mit Sitz in Dortmund vertritt als Arbeitgeber- und Fachverband die 33 westfälischen Baugewerbe-Innungen, in denen 4.000 Bauunternehmen mit rund 40.000 Beschäftigten organisiert sind.
