International tätige Unternehmen der bauchemischen Industrie haben zusammen mit der Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e. V. (GEV) die „Initiative Bodenbeläge Kleben“ (IBK) gegründet. Gründungsmitglieder sind Bostik, Henkel, Kiesel, Mapei, Schönox, Uzin Utz und Wulff. Ziel der IBK ist es, über die Vorteile des vollflächigen Klebens von Bodenbelägen zu informieren. (Bild: IBK)
Ins Gespräch kommen möchte die IBK nicht nur mit Endverwendern, sondern auch mit Wohnbaugesellschaften, Handel und Handwerk sowie Belagsherstellern. Dazu soll unter anderem eine Webseite erstellt werden.
Die IBK konzentriert sich vor allem auf das klassische Verlegen von textilen und elastischen Bodenbelägen, da dieser Bereich noch Marktpotenzial berge. Studien besagen, dass textile und elastische Bodenbeläge in Deutschland nur zu 37 Prozent auf den Untergrund geklebt und sonst lose, schwimmend oder klickend verlegt.
Vorteile des Klebens
Zu Unrecht, meint die IBK: In puncto Schallschutz, Langlebigkeit, Optik und Komfort bietet die klassische Verlegart laut der Initiative viele Vorteile. Die vollflächige Fixierung auf dem Untergrund verhindere, dass der Belag bei Belastung in Bewegung gerät, dass beim Begehen Geräusche und Raumschall entstehen sowie die Oberflächen übermäßig abnutzen. Zudem ermögliche das Kleben saubere Übergänge selbst bei komplizierten Grundrissen, der Verlegung durch mehrere Räume und dem Materialmix. Beim Einbau einer Fußbodenheizung entstehe außerdem keine isolierende Luftschicht zwischen Untergrund und Belag, wodurch die Wärme direkt in den Raum übertragen wird.
Von der Aufklärungsarbeit der IBK soll die gesamte bauchemische Industrie profitieren. So steige das Umsatzpotenzial von Bodenbelags- und Rohstoffherstellern sowie Händlern. Ferner werde die Leistung des vollflächigen Klebens durch das Handwerk erbracht und besser bezahlt als die lose Verlegung.
