Um die Restfeuchte in Unterböden zu bestimmen, schlägt die Technische Kommission Bauklebstoffe (TKB) im Industrieverband Klebstoffe die KRL-Methode vor. Schwierigkeiten machte bisher, dass kein geeigneter, klar definierter Messbecher zur Verfügung stand. Jetzt gibt es eine Vorlage, die mit 3-D-Druckern ausgedruckt werden kann. (Foto: IVK)
Die Messmethode ist im TKB-Bericht 2 „Die KRL-Methode zur Bestimmung der Feuchte in Estrichen“ detailliert beschrieben. Dort heißt es in Bezug auf das Messgefäß: „Verschließbares, sauberes und trockenes Gefäß (erfolgreich erprobt wurden: PE-Gefrierbeutel mit 3 l Volumen, CM-Flasche, PE-Flasche mit ca. 250 ml Volumen) ...” Skeptiker und Kritiker der Methode bemängelten häufig, dass die Messung im Beutel „improvisiert” wirkt und für die PE-Flaschen kein fertiger Sensoradapter existiert. Beides könne auch die Möglichkeit für einer Reihe von Fehlern eröffnen und sei damit passiv unsicher. Auch bei Nutzung einer CM-Flasche sei man nicht passiv sicher, da vor einer KRL-Messung diese jeweils sorgfältig gesäubert werden müsse, da Reste von Calciumcarbid beziehungsweise Calciumoxid den KRL-Wert verfälschen könnten.
KRL-Messbecher aus dem Drucker
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde ein eigenständiger KRL-Messbecher entwickelt, der im Wesentlichen mit üblichen 3-D-Druckern individuell ausdruckbar ist. Er wird im neuen TKB-Bericht 6 „Belegreife und Feuchte: Vorschlag für einen KRL-Messbecher” zusammen mit Hinweisen für geeignete Druckmaterialien (Kunststoffe) und ihre Bezugsquellen sowie für die notwendigen Dichtringe beschrieben. Zum Bericht gehören außerdem die Design-Datei der Messbecher-Komponenten (hier können Änderungen für abweichende Sensorabmessungen vorgenommen werden) und druckfertige STL-Dateien.
Die Broschüre und die zusätzlichen Dateien stehen auf der Webseite des IVK bei den TKB-Berichten zum Download bereit.
