Ein Kreisdiagramm zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zur Einstellung von Auszubildenden im Jahr 2026.
Es wollen gleich viele Betriebe Auszubildende einstellen und darauf verzichten. (Quelle: F+P/Canva)

Betrieb 2026-04-02T00:00:00Z Negativtrend gebrochen?

Das Jahr 2025 war für die Baubranche ein Jahr, das Hoffnung auf eine verbesserte Wirtschaft gibt: Das Konjunkturbarometer der Fliesenbranche zeigt für das Jahr 2025 endlich wieder leicht nach oben. Der Notendurchschnitt des Fliesen-Unternehmer-Index (FUx) hat sich von 2,64 auf 2,47 verbessert.

Jedes Jahr fragen wir unsere Leserinnen und Leser nach ihrer Einschätzung zur Geschäftslage des vergangenen und kommenden Jahres. Im Konjunkturbarometer FUx werden die Daten ausgewertet und im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen aufgearbeitet. Nachdem der Trend in den letzten Jahren deutlich negativ war, hat er in 2025 endlich wieder nach ober gedreht: Mit einem Wert von 2,47 erreicht der Fliesen-Unternehmer-Index eine deutlich bessere Durchschnittsnote als noch im letzten Jahr (2024: 2,64).

Das aktuelle Konjunkturbarometer können Sie in ganzer Länge in der Ausgabe 03/2026 lesen. Sie haben kein Abo? Wir haben verschiedene Varianten für Sie im Angebot, darunter ein  Mini-Abo mit zwei Ausgaben zum Testen. Zudem besteht die Möglichkeit, Einzelhefte über unseren  Kundenservice zu bestellen.

Verbesserte Geschäftslage mit regionalen Unterschieden

Auch wenn die Geschäftslage für das Jahr 2025 insgesamt besser beurteilt wird, gibt es doch in der regionalen Betrachtung deutliche Unterschiede: So werden vor allem von Betrieben im Süden die Noten „gut“ bis „sehr gut“ vergeben, während im Osten am häufigsten die Lage mit „ungenügend“ oder „mangelhaft“ bewertet wird. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in Ostdeutschland 75 Prozent der befragten Unternehmen zufrieden mit der Geschäftslage sind.

Balkendiagramm zur Geschäftslage in verschiedenen Regionen mit den Kategorien "Sehr Gut" und "Gut".
Die meisten Betriebe beurteilen ihre Geschäftslage als „gut“. (Quelle: F+P/Canva)
Balkendiagramm zur Geschäftslage in verschiedenen Regionen mit den Kategorien "Befriedigend" und "Ausreichend".
Befriedigend und ausreichend ist die Geschäftslage mit kleinem Vorsprung eher im Norden. (Quelle: F+P/Canva)
Ein Balkendiagramm zeigt die Geschäftslage in verschiedenen Regionen mit den Kategorien "Mangelhaft" und "Ungenügend".
Die Betriebe, die ihre Geschäftslage als „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bezeichnen, kommen vor allem aus dem Osten Deutschlands. (Quelle: F+P/Canva)

Gute Auslastung 

Auch bei der Auslastung der Betriebe zeigt sich ein regionaler Unterschied: So war sie mit 88,2 Prozent besonders hoch im Süden, mit durchschnittlich 81, 4 Prozent dagegen in der Region West-Südwest am niedrigsten. Bei den Betrieben im Osten war die Auslastung dagegen mit 86,4 Prozent besser als die Beurteilung der Geschäftslage vermuten lässt. Das zeigt aber auch, dass die Auslastung nur bedingt als Indiz für gute Geschäfte dienen kann.

Ein Balkendiagramm zeigt die Auslastung im Jahr 2025 nach Regionen: Nord, Süd, Ost und West-Südwest.
Die Auslastung der Betriebe zeigt zwar je nach Region Unterschiede, liegt aber überall noch in einem gesunden Bereich (überregionaler Durchschnitt: 86,1 Prozent). (Quelle: F+P/Canva)

Es wird wieder mehr ausgebildet

Die positivere Beurteilung der Geschäftslage führt auch dazu, dass wieder mehr Betriebe ausbilden wollen: Während in 2024 über 75 Prozent der Betrieb erklärten, im Folgejahr nicht ausbilden zu wollen, sind es im aktuellen Konjunkturbarometer nur noch 40,8 Prozent.

Vor allem in Maschinen und Werkzeuge wird investiert

Ein etwas unentschiedenes Bild zeigt sich bei den geplanten Investitionen: Zwar wollen mit 40,8 Prozent wieder mehr Unternehmen, die an der FUx-Umfrage teilgenommen haben, in 2026 investieren (2025: 38 Prozent). Doch genauso viele Betriebe planen keine Investitionen. Allerdings ist der Anteil der Unternehmen, die noch unsicher sind, ob sie Geld in die Hand nehmen, mit 18,5 Prozent recht groß. Im Fokus der geplanten Investitionen stehen besonders Maschinen und Werkzeuge (33,7 Prozent), gefolgt von Geschäftsräumen und Investitionen in den Fuhrpark.

Kreisdiagramm, das die geplanten Investitionen in verschiedene Bereiche wie Werkzeuge, Maschinen und Geschäftsraume zeigt.
Besonders im Bereich Maschinen und Werkzeuge planen die Betriebe Investitionen. (Quelle: F+P/Canva)

Mehr im Heft

Wie die Noten des FUx in die allgemeine Wirtschaftslage der Bau- und Fliesenbranche einzuordnen sind und was die Unternehmen für das Jahr 2026 erwarten, erfahren Sie in dem Bericht zum Konjunkturbarometer 2025 in der Print-Ausgabe 3. Außerdem erhalten Sie dort weitere Informationen zu regionalen Unterschieden, in welche Ausstattung besonders investiert wird und wie Unternehmen mit Fliesenhandel die Situation beurteilen. Interessant sind auch die Antworten zur Frage, ob und wo die Unternehmen bereits KI-Tools einsetzen.

zuletzt editiert am 31. März 2026